Jahreszahlen 2020
Reka: Kein grosser Einbruch im Feriengeschäft, dafür beim Reka-Geld

Die Schweizer Reisekasse (Reka) hat das vergangene Jahr knapp positiv abgeschlossen. Während der Einbruch im Feriengeschäft moderat ausfiel, war Reka-Geld stärker von Corona betroffen.

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Reka profitierte davon, dass die Schweizer Bevölkerung vor allem hierzulande Ferien machte. Im Bild das Reka-Feriendorf Urnäsch (AR).

Reka profitierte davon, dass die Schweizer Bevölkerung vor allem hierzulande Ferien machte. Im Bild das Reka-Feriendorf Urnäsch (AR).

Keystone

(abi) Die Reka-Gruppe, die aus der Reka Genossenschaft sowie drei Tochtergesellschaften besteht, erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Nettoerlös von 98,9 Millionen Franken. Das sind 6,3 Prozent weniger als im Vorjahr, wie Reka am Freitag mitteilte. Die Gruppe ergriff aufwandseitig diverse Massnahmen, um den Ertragsrückgang zu kompensieren, und erreichte dadurch ein knapp negatives Betriebsergebnis und ein ausgeglichenes Jahresergebnis von 0,2 Millionen Franken. 2019 betrug das Jahresergebnis noch 3,5 Millionen.

Als «moderat» bezeichnet die Reka die Ertragsrückgänge im Feriengeschäft von 8,9 Prozent. So habe die Gruppe in der Schweiz davon profitiert, dass einheimische Kunden vor allem im eigenen Land Ferien machten. Der totale Ertragsausfall des Frühjahrs-Lockdowns konnte so bis Ende Jahr weitestgehend kompensiert werden, wie es weiter heisst. Das Auslandsgeschäft brach hingegen um 44,5 Prozent ein.

Kunden sparen mit Reka-Geld

Ebenfalls eingebrochen sind die drei Geldformen Reka-Check, Reka-Rail und Reka-Lunch. Grund dafür sei der starke Rückgang der Ausgabevolumen in den Wirtschaftssegmente Ferien, Reisen, Mobilität, Freizeit und Gastronomie. Entsprechend weniger wurde Reka-Geld genutzt. Der Nettoerlös sank um 19,2 Prozent auf 18,5 Millionen. Der Verkauf von Reka-Geld ging hingegen nur wenig zurück. Reka vermutet, dass Corona zu einem Anspareffekt bei den Kunden führte.

Dieser Anspareffekt führte auch dazu, dass Reka mehr Mittel anlegen konnte. Zudem habe die positive Entwicklung an den Finanzmärkten genutzt werden können. Unter dem Strich stieg der Erlös aus Vermögensanlagen auf Reka-Geld um 17,6 Prozent auf 20 Millionen Franken.

Für 2021 rechnet Reka mit einer ähnlichen Entwicklung wie 2020. Im Feriengeschäft erwartet die Reisekasse nach einem durchzogenen Winter für die Schweiz erneut eine starke Sommer- und Herbstsaison.