Jahreszahlen 2020
Swissgrid steigert Gewinn und modernisiert die Netzinfrastruktur

Die Nationale Netzgesellschaft Swissgrid blickt trotz Coronapandemie auf ein gutes Jahr zurück: Einerseits konnte sie den Gewinn steigern, andererseits modernisierte sie die Netzinfrastruktur weiter.

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Swissgrid trieb trotz Coronapandemie die Modernisierung ihrer Netzinfrastruktur voran. (Symbolbild)

Swissgrid trieb trotz Coronapandemie die Modernisierung ihrer Netzinfrastruktur voran. (Symbolbild)

Keystone

(abi) Von «wichtigen Meilensteinen», die erreicht wurden, schreibt Swissgrid in ihrer Medienmitteilung vom Mittwoch. Die Netzgesellschaft erzielte trotz rückläufigem Umsatz ein Unternehmensergebnis von 75,7 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es noch 66,7 Millionen. Als Grund für den um 84,5 Millionen niedrigeren Umsatz nennt Swissgrid unter anderem tiefere Tariferträge. Erhöht hat sich dafür die Eigenkapitalquote auf neu 39,1 Prozent. Swissgrid sei wirtschaftlich stark und für die Zukunft gut aufgestellt, heisst es weiter.

Ausserdem trieb die Eigentümerin des Schweizer Höchstspannungsnetzes die Modernisierung der Netzinfrastruktur voran und hat mit 178,1 Millionen mehr investiert als im Vorjahr (153 Millionen). So konnte beispielsweise die Leitung Beznau-Birr ein Jahr früher als geplant in Betrieb genommen werden.

Weiter hat die Netzgesellschaft digitale Projekte lanciert, um die Effizienz und Liquidität im Strommarkt zu erhöhen. Auch im laufenden Jahr sollen weitere digitale Lösungen vorangetrieben und Massnahmen zur Automatisierung des Netzbetriebs eingeführt werden.

Swissgrid-Chef Yves Zumwald betont, dass die nationale und internationale Zusammenarbeit im vergangenen Jahr hervorragend funktioniert habe. «Dennoch ist die Schweiz aufgrund des fehlenden Stromabkommens zunehmend vom europäischen Strommarkt ausgeschlossen. Die Situation ist ernst, denn Netzsicherheit kann nur im europäischen Kontext effizient gewährleistet werden», warnt er in der Mitteilung.