Kartellrecht
Verdacht auf Absprachen: Weko eröffnet Untersuchung gegen Walliser Transporteure

Transportunternehmen von Waren und Abfällen sollen sich im Wallis bei Offerten abgesprochen haben. Dafür hat die Wettbewerbskommission Anhaltspunkte. Nun ermittelt sie.

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Die Weko geht einem weiteren Fall von mutmasslichen Absprachen nach. Dieses Mal geht es um Walliser Transportunternehmen.

Die Weko geht einem weiteren Fall von mutmasslichen Absprachen nach. Dieses Mal geht es um Walliser Transportunternehmen.

Keystone

(rwa) Konkret soll es bei einem Ausschreibungsverfahren zur Müllabfuhr und Abfallentsorgung zu einer Koordination der Offerten zwischen verschiedenen Transportunternehmen im Kanton Wallis gekommen sein. Das gab die Wettbewerbskommission (Weko) am Freitag bekannt. Sie führte mehrere Hausdurchsuchungen durch und prüft nun, ob tatsächlich kartellrechtlich unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen vorliegen.

Koordinieren Firmen ihr Angebotsverhalten bei der Vergabe von öffentlichen oder privaten Beschaffungen, treffen sie sogenannte Submissionsabreden. Typischerweise stimmten sie ihre Angebote mit dem Ziel ab, einem Unternehmen den Auftrag zu einem bestimmten Preis zuzuschanzen, schreibt die Weko weiter. Die Behörde führte in der Vergangenheit bereits zahlreiche Untersuchungen gegen Submissionskartelle – insbesondere im Baubereich – durch. Die Weko setzt nach eigenen Angaben ihren Kampf gegen diese «schlimmen Abreden» fort, welche erheblichen wirtschaftlichen Schaden verursachen.