Kein guter Zeitpunkt für grössere Anschaffungen: Konsumenten fürchten um Arbeitsplätze

Die Konsumentenstimmung konnte sich im zweiten Quartal deutlich erholen, ist aber nach wie vor unterdurchschnittlich. Die Arbeitsplatzsicherheit wird schlechter beurteilt als noch im April.

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Die Schweizerinnen und Schweizer wollen in der aktuellen Situation keine grossen Anschaffungen tätigen.

Die Schweizerinnen und Schweizer wollen in der aktuellen Situation keine grossen Anschaffungen tätigen.

Keystone

(agl) Der Index der Konsumentenstimmung kletterte im Juli vom auf -12 Punkte. Verglichen mit dem historischen Tief vom April, als der Index bei -39 Punkten lag, hat also eine gewisse Erholung stattgefunden. Der Index befindet sich aber immer noch unter dem langjährigen Durchschnitt von -5, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag in einer Mitteilung schreibt. Während sich die Erwartungen für die allgemeine Wirtschaftsentwicklung sowie für die finanzielle Lage der Haushalte verbessert haben, sieht es bei der erwarteten Arbeitslosigkeit anders aus.

Der Index zur erwarteten Arbeitslosigkeit hat sich gemäss der Mitteilung zwar verbessert, befindet sich aber weiterhin nahe den historischen Niveaus, die in der Finanz- und Wirtschaftskrise erreicht wurden. Die Sicherheit der Arbeitsplätze wird zudem deutlich schlechter beurteilt als noch im April. Diese Unsicherheit dämpft laut dem Seco auch die Bereitschaft der Befragten zu grösseren Anschaffungen. Der entsprechende Teilindex liegt nach wie vor tief bei -17 Punkten.

Seit 1972 führt das Seco in jedem Quartal eine Umfrage zu den Einschätzungen und Erwartungen der Konsumentinnen und Konsumenten durch. Befragt werden jeweils über 3000 Personen.