Coronakrise: Unternehmen gehen von markantem Stellenabbau aus

Die kurzfristigen Aussichten auf dem Schweizer Arbeitsmarkt haben sich stark verschlechtert. Der Beschäftigungsindikator der Konjunkturforschungsstelle (KOF) fällt unter den Wert der Finanzkrise von 2008.

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Der tiefe Beschäftigungsindikator der KOF lässt auf schlechte Aussichten auf dem Arbeitsmarkt schliessen. (Symbolbild)

Der tiefe Beschäftigungsindikator der KOF lässt auf schlechte Aussichten auf dem Arbeitsmarkt schliessen. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Im ersten Quartal dieses Jahres lag der KOF- Beschäftigungsindikator mit 2,9 Punkten noch im positiven Bereich. Nun gehen die Unternehmen in den nächsten Monaten von einem markanten Stellenabbau aus. Deshalb fällt der Indikator im zweiten Quartal auf einen Wert von minus 19.9 Punkten. Damit liegt er tiefer als während des Höhepunkts der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008, schreibt die Konjunkturforschungsstelle in einem Communiqué am Montag.

Der Indikator für das Gastgewerbe ist am stärksten eingebrochen. Angesichts der kompletten Schliessung der Branche sei dies zu erwarten gewesen. Doch die Beschäftigungserwartungen hätten sich in fast allen anderen Wirtschaftsbranchen stark verschlechtert. So gehen Unternehmen im Detailhandel und Bausektor von einem starken Personalabbau in den nächsten Monaten aus. Der einzige Wirtschaftsbereich mit weiterhin positiven Beschäftigungserwartungen ist laut KOF der Versicherungssektor.