Konjunkturforschungsstelle: «Vorerst keine Konkurswelle in der Schweiz»

Die Überbrückungsmassnahmen hätten Wirkung gezeigt, stellt die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich fest. Zwischen März und Juli gab es deutlich weniger Konkurse als in den Vorjahresmonaten.

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Noch wurde kein Anstieg der Konkurse verzeichnet.

Noch wurde kein Anstieg der Konkurse verzeichnet.

Bruno Kissling / OLT

(wap) Derzeit gibt es noch keine Anzeichen für eine Konkurswelle infolge der Coronakrise. Dies ist das Resultat einer Studie, die die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) zusammen mit dem auf Datenanalysen spezialisierten Unternehmen «bisnode d&b» durchgeführt hat und deren Resultate am Montag veröffentlicht wurden. «Die Anzahl der Firmenkonkurse lag in den letzten Monaten in keiner Grossregion und in keinem Wirtschaftsbereich deutlich über der erwarteten Häufigkeit», schreibt die KOF in einer Mitteilung zur Studie.

Zwischen März und Juli gab es sogar weniger Konkurse als in den gleichen Monaten im Vorjahr. Über alle Branchen gemittelt beträgt der Rückgang bei den Konkursen 21 Prozent, in Baugewerbe und Handwerk gar 32 Prozent. Die KOF vermutet, dass dies mit den Stützungsmassnahmen des Bundes zu tun haben könnte: Kurzarbeit, Kreditprogramm, Betreibungsstop. Dies würde aber bedeuten, dass die Konkurse teilweise nicht abgewendet, sondern nur aufgeschoben seien, heisst es weiter. Für eine Entwarnung bestehe deshalb kein Anlass, folgert die KOF. Auch in vergangenen Krisen hätten die Konkurse nicht abrupt, sondern langsam zugenommen.