Konzerngewinn der Post bricht im ersten Quartal ein – und Prognosen sind düster

Trotz Paketflut hat die Post die finanziellen Folgen der Coronakrise bereits drastisch zu spüren bekommen. Im ersten Quartal brach der Konzerngewinn um ein Drittel ein. Für das ganze Jahr rechnet das Unternehmen mit Ausfällen in dreistelliger Millionenhöhe.

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Die Post ist coronabedingt nicht sehr erfolgreich ins neue Jahr gestartet.

Die Post ist coronabedingt nicht sehr erfolgreich ins neue Jahr gestartet.

Keystone

(rwa) In den ersten drei Monaten hat die Post einen Konzerngewinn von 84 Millionen Franken erwirtschaftet – 35,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Das gab der Konzern am Montag bekannt. Ein deutliches Minus resultierte auch beim Betriebsergebnis, das von 172 auf 115 Millionen Franken sank.

Den Rückgang führt die Post vor allem auf den tiefen Zinserfolg der PostFinance und die gesunkene Menge im Briefgeschäft (-5,6 Prozent) zurück. Auch die höhere Paketmenge (+10 Prozent) kompensiert diese Negativeffekte nicht.

Nicht besser sind die Aussichten für 2020. «Wir gehen davon aus, dass sich die Corona-Krise erheblich auf das Ergebnis des laufenden Jahres auswirkt», wird Post-Finanzchef Alex Glanzmann in der Mitteilung zitiert. Nach ersten Schätzungen rechnet der Konzern mit einem negativen Ergebniseffekt im Umfang eines dreistelligen Millionenbetrages.