Krankenversicherer CSS mit solidem Jahresergebnis

Im obligatorischen Bereich erzielt die grösste Krankenkasse einen Überschuss von über 80 Millionen Franken. Davon sollen im nächsten Jahr die Kunden profitieren.

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Der Hauptsitz der CSS Versicherung in Luzern.

Der Hauptsitz der CSS Versicherung in Luzern.

Bild: Roger Rüegger

(gr/rom) Wie dem Geschäftsbericht für das vergangene Jahr zu entnehmen ist, erzielte die CSS im vergangenen Jahr ein Gesamtergebnis von 205,1 Millionen Franken. In der Grundversicherung resultierte dabei ein Überschuss von 80,6 Millionen Franken (Vorjahr: 65,2 Millionen Franken). Diesen will der Versicherer nächstes Jahr in Form moderater Prämien an die Kundinnen und Kunden weitergeben.

Leistungskosten steigen moderat an

Das starke Abscheiden basiere nicht nur auf einem überzeugenden versicherungstechnischen Ergebnis, sondern auch auf einer guten Anlagerendite sowie einem geringeren Anstieg der Leistungskosten, heisst es im Geschäftsbericht. Die Bruttoleistungen in der Grundversicherung beliefen sich auf 5,584 Milliarden Franken. Das entspricht einem leichten Anstieg von 2,7 Prozent bzw. 105 Franken pro grundversicherte Person.

Auch in der Zusatzversicherung erzielte die CSS mehr Gewinn als im Vorjahr. Der Gewinn stieg von 97,8 Millionen Franken im Vorjahr auf 114,5 Millionen Franken.

Gutes Börsenjahr - hohe Rendite

Insgesamt konnte die Kasse ihre Marktstellung als schweizweit grösster Grundversicherer mit knapp 1,4 Millionen Kunden per 1. Januar 2020 konsolidieren. Profitieren konnte die CSS auch von der starken Börsenperformance im 2019. Nachdem die Versicherung im Geschäftsjahr 2018 noch ein negatives Anlageergebnis hinnehmen (minus 1,9 Prozent), zeichnet sich das Geschäftsjahr 2019 durch eine gute Rendite aus (plus 8,8 Prozent). Dank des guten Anlageergebnisses konnten die Rückstellungen für Risiken in den Kapitalanlagen um 328,9 Millionen Franken erhöht werden. Diese Rückstellungen sollen denn auch dem Ausgleich von künftigen Verlusten im Falle von starken Rückschlägen an den Börsen dienen – wie sie etwa das Coronavirus verursachen dürfte.

Fonds für Start-ups

Weiter will die CSS soll einen Fonds für Start-ups gründen. Damit sollen Start-ups unterstützt werden, die die Qualität einer Behandlung verbessern oder Anwendungen hervorbringen, die kostendämpfend wirken.