Kriminalität
Zahl der Cyberangriffe steigt weiter stark an

Unternehmen werden immer häufiger Opfer von Cyberkriminellen. Neue Zahlen zeigen nun: Alleine im letzten Jahr hat sich die Zahl der Angriffe verdoppelt. Warum das nur die halbe Wahrheit ist.

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Cyberangriffe nehmen hierzulande stark zu. (Symbolbild)

Cyberangriffe nehmen hierzulande stark zu. (Symbolbild)

Keystone

2021 sind beim Nationalen Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) 21'714 Meldungen zu Cybervorfällen eingegangen. Noch im Jahr davor waren es 10'833. Das geht aus dem am Donnerstag publizierten zweiten Halbjahresbericht der Behörde hervor. Die meisten Meldungen betrafen verschiedene Betrugsformen.

Trotzdem gibt das Cyberzentrum Entwarnung: Bei vielen der gemeldeten Vorfällen handle es sich um erkannte Versuche und keine erfolgreichen Angriffe, betont die Bundesbehörde. Kommt hinzu: Als Grund für die Zunahme sieht sie die Einführung des neuen Meldeformulars. Allerdings sei es in einzelnen Bereichen in der Tat zu einem Anstieg der Fälle gekommen.

Auch in der zweiten Jahreshälfte 2021 gab es laut NCSC zahlreiche Angriffe mit Verschlüsselungstrojanern – auch Ransomware genannt. Dabei werden Daten von Opfern verschlüsselt und anschliessend Lösegeld gefordert. Die Angriffe gehen immer häufiger zur doppelten Erpressung über. Sie kopieren die Daten, bevor diese verschlüsselt werden. Dadurch verfügen sie über ein zusätzliche Druckmittel – besonders wenn es sich um sensibles Material handelt. (rwa)