Kühne + Nagel zeigt sich trotz Umsatzeinbussen zufrieden

Das Logistikunternehmen Kühne + Nagel muss im ersten Halbjahr grosse Umsatzeinbussen hinnehmen. Trotzdem will man noch die Dividendenzahlungen nachholen.

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Der Reingewinn ging bei Kühne + Nagel um 19,5 Prozent zurück.

Der Reingewinn ging bei Kühne + Nagel um 19,5 Prozent zurück.

Keystone

(mg) Knapp 800 Millionen Franken tiefer fiel der Umsatz im ersten Halbjahr bei Kühne + Nagel gegenüber dem Vorjahr aus, wie das Unternehmen mit Sitz in Schindellegi am Dienstag mitteilt. Er betrug noch 9,8 Milliarden Franken. Auch der Reingewinn sank stark. Er ging um 19,5 Prozent zurück und liegt nun bei 309 Millionen Franken. Dennoch: Das Unternehmen spricht von einem «ansprechenden operativen Ergebnis». Dies, wenn man die Folgen der Coronavirus-Pandemie und des weltweiten Lockdowns berücksichtige.

«Wir haben frühzeitig die richtigen Massnahmen ergriffen und Kühne+Nagel unter diesen schwierigen Bedingungen sehr erfolgreich gesteuert», lässt sich Detlef Trefzger, CEO der Kühne + Nagel International AG, in der Mitteilung zitieren. Dementsprechend will man auch nicht auf die Dividende verzichten: «In Anbetracht des guten Ergebnisses, der starken Widerstandsfähigkeit des Unternehmens, des stabilen Geldflusses und der vorhandenen Liquidität» habe man beschlossen, für 2019 «eine Dividende in der Höhe von 4 Franken pro Aktie vorzuschlagen», so Jörg Wolle, Präsident des Verwaltungsrats. Das Logistikunternehmen hatte im April die Dividendenzahlung ausgesetzt.