Lebensmittel
Wegen Unwetter: Schweizer Gemüse könnte teurer werden

Die ausserordentlichen Regenfälle und starken Hagelereignisse führen zu einem Engpass beim einheimischen Gemüseangebot. Das könnte auch Auswirkungen auf den Preis haben.

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Vor allem beim Freilandgemüse gab es aufgrund der Unwetter Teil- bis Totalschäden. (Symbolbild)

Vor allem beim Freilandgemüse gab es aufgrund der Unwetter Teil- bis Totalschäden. (Symbolbild)

Keystone

Die hiesigen Gemüseproduzenten stehen vor prekären Aussichten. Seit etwa einem Monat verzeichnet die Schweiz immer wieder starke Regenfälle und Hagel. Die Böden sind durchnässt und können den Regen nicht mehr gut aufnehmen. Diese Situation zeichne sich flächendeckend in der ganzen Schweiz ab, teilt der Verband Schweizer Gemüseproduzenten am Mittwoch mit.

Als Folge der Unwetter könnten Folgesätze nicht gepflanzt oder gesät werden. Bei Tomaten, Auberginen und Gurken fallen die Ernten tiefer aus, weil die Pflanzen nicht genug Licht für das Wachstum hätten. Beim Freilandgemüse habe es dagegen Teil- bis Totalschäden gegeben, heisst es. Die Kulturen stünden im Wasser und seien am verfaulen. Das führe insbesondere bei den Kohlarten wie Kabis, Blumenkohl und Broccoli zu Problemen.

Produzenten befürchten erhöhte Preise

Hinzu komme, dass die Wetterereignisse die Lagergemüseproduktion von Karotten und Zwiebeln erschweren und zu grossen Ausfällen führen. Diese seien vor allem im Seeland und im Waadtland zu beklagen.

Ein weiteres Problem: Die Unkrautbekämpfung mit Hackgeräten ist eingeschränkt, wodurch der Schädlings- und Krankheitsdruck zunehmen könne. «Die Qualität des Gemüses leidet unter diesen Umständen und der Markt kann teilweise nicht mit Schweizer Ware beliefert werden», schreibt der Verband Schweizer Gemüseproduzenten. Dies führe dazu, dass mehr Gemüse aus dem Ausland importiert werden muss.

Entsprechend sei damit zu rechnen, dass das Gemüse in den Läden teurer werde. «Die Richtpreise zwischen Produzenten und Abnehmer sind angestiegen, da die Ware knapper ist und die Produktionskosten höher sind», heisst es. Die Auswirkungen der Unwetter werden gemäss den Gemüseproduzenten noch bis in den Frühling spürbar sein.(dpo)