Luftfahrt

Trotz höherer Passagierzahlen: Flughafen Zürich konnte Lärmbelastung senken

Letztes Jahr verzeichnete der Flughafen Zürich einen Rekord bei den Passagierzahlen. Dennoch sank die Belastung durch Fluglärm. Dieses Jahr steht indes im Zeichen von Corona.

Drucken
Teilen
Das positive Geschäftsjahr 2019 des Flughafens Zürich steht im Schatten des Coronajahrs 2020. (Symbolbild)

Das positive Geschäftsjahr 2019 des Flughafens Zürich steht im Schatten des Coronajahrs 2020. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) 2019 verzeichnete der Flughafen Zürich 31,5 Millionen Passagiere. Das sei ein neuer Spitzenwert, sagte die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker-Späh am Freitag vor den Medien. «Trotzdem sind weniger Menschen vom Fluglärm betroffen gewesen als noch im Vorjahr 2018.»

Konkret sank der Zürcher Fluglärm-Index (ZFI) um rund 2000 Personen auf 58'300 Personen im Jahr 2019. Mit dem Index wird die Anzahl der durch Fluglärm betroffenen Personen im Umkreis des Flughafens gemessen. Der Hauptgrund für den Rückgang liege unter anderem an den passiven Schallschutzmassnahmen an Gebäuden und an den geringeren Flugbewegungen.

Die Zahl der lärmgeplagten Menschen liegt aber immer noch über dem Richtwert von 47'000. Wegen der Coronapandemie dürfte der Zürcher Fluglärm-Index den Richtwert in diesem und in den nächsten Jahren indes nicht überschreiten, heisst es im Bericht.

Der lange Schatten der Coronakrise

Auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht war 2019 mit einem Gewinn von rund 309 Millionen Franken ein erfolgreiches Jahr für den Flughafen Zürich. Mit Blick auf die Coronakrise sei das jedoch «Schnee von gestern», sagte die Volkswirtschaftsdirektorin. Flughafenchef Stefan Widrig pflichtete bei: «Corona überlagert natürlich alles andere.»

So haben sich gemäss dem Flughafenbericht im ersten Halbjahr die Erträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 310 Millionen Franken beinahe halbiert. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei der Verkehrsentwicklung: In den ersten sechs Monaten verringerten sich die Passagierzahlen um 64,3 Prozent und die Zahl der Flugbewegungen nahm um 55,5 Prozent ab.