MCH Group
Wegen Corona: Der Messekonzern macht einen Verlust von 72 Millionen Franken

Die Erholung des Messegeschäfts verschiebt sich um ein Jahr auf 2022. Die Kapitalbasis der MCH Group wird erneut dünn.

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Ein Bild aus besseren Tagen: Das Messeunternehmen MCH leidet stark unter der Coronapandemie.

Ein Bild aus besseren Tagen: Das Messeunternehmen MCH leidet stark unter der Coronapandemie.

Keystone

(cm) Die MCH Group schreibt 2020 einen Jahresverlust von 72,2 Millionen Franken. Dies bei einem Umsatz von 188 Millionen Franken, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von rund 60 Prozent entspricht, wie das Messeunternehmen am Donnerstag mitteilte.

Selbst die Kapitalerhöhung und den Einstieg des neuen Ankeraktionärs Lupa Systems des Investors James Murdoch haben die Bilanz nicht verbessern können. Dem Unternehmen flossen zwar 71 Millionen Franken zu, gleichzeitig jedoch auch 79 Millionen Franken ab. Bei flüssigen Mitteln von 130 Millionen Franken per Ende 2020 sei der Fortbestand des Unternehmens «über das laufende Geschäftsjahr hinaus» jedoch gesichert.

Normalisierung erst im Jahr 2022 erwartet

Vom ersten Halbjahr 2021 erwartet die MCH Group noch keine Besserung, Die Rahmenbedingungen würden erst im zweiten Halbjahr günstiger. Auch für das laufende Jahr werden deshalb Verluste erwartet, die jedoch kleiner sein sollten als im abgelaufenen Jahr. Eine Normalisierung des Geschäfts wird für 2022 prognostiziert. Ziel werde es sein, im Jahr 2022 das Niveau von 2019 wieder zu erreichen,

Einen Führungswechsel im Verwaltungsrat soll an der Generalversammlung beschlossen werden. Wie angekündigt soll Ueli Vischer als Präsident vom Murdoch-Vertrauten Andrea Zappia abgelöst werden. Für das Vizepräsidium wird der von Basel-Stadt portierte Marco Gadola portiert. Keinen Platz mehr im neunköpfigen Führungsgremium wird Hans-Kristian Hoejsgaard haben.