Mehr Umsatz: Lonza trotzt der Coronakrise und will den Chemiebereich verkaufen

Während viele Konzerne wegen der weltweiten Pandemie leiden, wächst das Basler Chemie- und Pharmaunternehmen weiter. Auch der Ausblick auf das gesamte Geschäftsjahr ist optimistisch.

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Lonza macht trotz der Coronakrise mehr Gewinn.

Lonza macht trotz der Coronakrise mehr Gewinn.

Juri Junkov / BLZ

(mg) Der Umsatz der Lonza-Gruppe ist im ersten Semester 2020 um 3,3 Prozent gewachsen. Dies teilte der Konzern am Freitag mit. Den grössten Anteil hat dabei der Bereich Pharma Biotech & Nutrition. Dort hatte man ein Umsatzwachstum von 10,8 Prozent. Der Betriebsgewinn (EBIT) von Lonza betrug 618 Millionen Franken. Das sind über 21 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode.

Für den Bereich Specialty Ingredients (LSI), also das Chemiegeschäft, sucht der Konzern einen Käufer. «Der Zeitpunkt ist optimal für Käufer, da LSI seine Rentabilität und Widerstandsfähigkeit als Spezialchemikalienunternehmen während der COVID-19-Pandemie unter Beweis gestellt hat», heisst es in der Mitteilung.

Für das gesamte Geschäftsjahr zeigt sich Lonza optimistisch. Man rechne mit einem mittleren einstelligen Umsatzwachstum. «Allerdings sind vor dem Hintergrund der weltweit unsicheren Lage alle Prognosen mit besonderer Vorsicht zu geniessen», schreibt Lonza.