Migros will alles Brot bald nur noch aus natürlich angebautem Weizen backen

Bis in drei Jahren verspricht die Migros nur noch Brot aus natürlich angebautem Weizen herzustellen. Die grösste Mehl-Abnehmerin des Landes setzt ihre Produktion damit vollständig auf IP um.

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Landet bald nur noch bei der Migros zur Brotproduktion, wenn er nach IP-Richtlinien angebaut ist: Schweizer Weizen. (Symbolbild)

Landet bald nur noch bei der Migros zur Brotproduktion, wenn er nach IP-Richtlinien angebaut ist: Schweizer Weizen. (Symbolbild)

Keystone

(nst) Von ihren Weizenproduzenten verlangt die Migros bereits den Verzicht auf Fungizide, Insektizide und Halmverkürzer. Ab dem Jahr 2023 soll nun alles Mehl, woraus die Migros-Bäckerei Jowa ihr Brot backt, auch ohne Herbizide hergestellt werden. Dies teilte die Migros am Montag mit. Derzeit ist der Einsatz von Herbiziden und die Behandlung von Saatgut mit Pestiziden noch möglich. Dies vor allem, um die Qualität zu gewährleisten und Ernteausfälle zu verhindern, begründet die Migros in ihrer Mitteilung. Unkraut solle von den Bauern in Zukunft vor allem mit Jäten bekämpft werden, durch Spezialgeräte oder von Hand.

Die Umstellung der jährlich von der Migros als laut eigenen Angaben grössten Weizen-Abnehmerin benötigten 85'000 Tonnen IP-Suisse-Getreide erfolgt demnach in vier Phasen. Am Projekt beteiligt sind nebst der Migros deren Bäckerei Jowa, die ETH Zürich, die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften Zollikofen (HAFL) und IP-Suisse. Letztere ist die Schweizerische Vereinigung integriert produzierender Bäuerinnen und Bauern. Laut Migros sind der Umstellung langjährige Vorarbeiten und Praxisversuche vorausgegangen, welche sowohl die Qualität als auch die Liefersicherheit gewährleisten sollen.