Milliardendeal geplatzt: Novartis verkauft US-Generikageschäft doch nicht

Weil die notwendige Genehmigung der amerikanischen Behörden nicht fristgerecht eintraf, wurde der Verkaufsvertrag mit einer indischen Firma aufgelöst.

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Der Novartis-Campus in Basel bei Nacht.

Der Novartis-Campus in Basel bei Nacht.

Georgios Kefalas / KEYSTONE

(rom) Der Basler Pharmakonzern Novartis und der indische Generikahersteller Aurobindo Pharma haben ihren Vertrag über den Verkauf des Geschäfts mit Tabletten und Dermatologieprodukten von Sandoz in den USA im gegenseitigen Einverständnis aufgelöst.

Nachdem die Genehmigung der US-Kartellbehörde für die Transaktion innerhalb der vorgegebenen Frist nicht eingeholt werden konnte, wurde der Vertrag im gegenseitigen Einverständnis aufgelöst. Die Generika-Tochter Sandoz wird nun das Geschäft mit generischen Arzneimitteln und im Dermatologie-Sektor als Teil des US-Geschäfts weiter betreiben.

Der Kaufpreis hätte nach früheren Angaben 0,9 Milliarden Dollar in bar betragen. Dazu wäre eine erfolgsabhängige Zahlung von zusätzlichen 100 Millionen Dollar hinzugekommen. Novartis hatte Anfang September 2018 bekannt gegeben, dass sich der Konzern von Teilen seines Generika-Portfolios in den USA trennen wolle und sich mit Aurobindo Pharma geeinigt habe