Nach schwarzem Montag: Aktienmärkte beruhigen sich leicht 

Das Corona-Virus schickte die Aktien am Montag weltweit auf Talfahrt. Am Dienstag zeigte sich zeitweise wieder eine Besserung. Zum Börsenschluss waren die Zahlen jedoch wieder rückläufig. 

Hören
Drucken
Teilen
Noch im Februar hatte sich die Börse in einem Hoch befunden.

Noch im Februar hatte sich die Börse in einem Hoch befunden.

Keystone

(gb./agl) Die Angst vor den Folgen des Corona-Virus hatte die Aktienkurse am Montag weltweit zu Fall gebracht. Der SMI verlor über 5 Prozent, der deutsche DAX stand zu Börsenschluss gar 7,9 Prozent tiefer. Gleichzeitig kam es wegen eines mutmasslichen Konflikts zwischen Russland und Saudiarabien über Förderquoten zu einem massiven Einbruch der Ölpreise um 20 Prozent.

SMI am Ende wieder leicht im Minus

Am Dienstag sah die Lage zunächst wieder besser aus. Bei Handelsbeginn lag der Aktienindex der Schweizer Börse um 1,5 Prozent im Plus, gegen Mittag bei zirka 3 Prozent. Am Ende des Börsentages schloss er der SMI aber wieder leicht negativ mit -0,01 Prozent. Die Aktienkurse der Schweizer Grossbanken Credit Suisse und UBS lagen am frühen Dienstag Nachmittag wieder 5 Prozent im Plus. Beide Banken hatten am Montag über 10 Prozent verloren. Bei Börsenschluss zählten sie zu den Gewinnern mit jeweils 2,5 Prozent im Plus. 

Auch im internationalen Umfeld zeigten sich am Dienstag kurzfristige Entspannungen. Der Dax und der Londoner Börsenindex FTSE befanden sich am Dienstag mit teils bis zu 4 Prozent im Plus. Der Dax schloss jedoch erneut leicht negativ mit -1,4 Prozent. Der Nikkei-Index in Tokio lag bei Börsenschluss immerhin bei 0.85 Prozent. Erholen konnte sich der Dow Jones, welcher bei Börsenschluss wieder leicht im Plus lag. Die Ölpreise rangierten relativ stabil zwischen 10 und 12 Prozent im Plus. 

Trump verspricht Hilfe

Der Grund für diese leichte Erholung an den Börsen könnten laut der Financial Times die angekündigten Konjunkturprogramme sein. So hatte etwa Donald Trump ein grösseres Entlastungspaket versprochen, und auch Italien plant Schuldenerlasse.

Ob dies dies Börsen langfristig zu beruhigen vermag, ist ungewiss. In einer Mitteilung der Credit Suisse sprechen Analysten von einem nach wie vor «düsteren Umfeld». Die Analysten rechnen damit, dass die Märkte in frühestens drei bis sechs Monaten in der Lage sein werden, die Verluste wieder wettzumachen.