Schweizerische Nationalbank verdoppelt Gewinnausschüttung an Bund und Kantone

Der Bund und die Nationalbank einigen sich auf höhere Ausschüttungen der SNB. Wie die Nationalbank vom Montag mitteilte, sollen Bund und Kantone neu bis zu 4 Milliarden Franken pro Jahr von der SNB erhalten.

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Die SNB verdoppelt ihre maximalen Gewinnausschüttungen an Bund und Kantone. (Symbolbild)

Die SNB verdoppelt ihre maximalen Gewinnausschüttungen an Bund und Kantone. (Symbolbild) 

Alex Spichale

(dpo) Gemäss der geltenden Vereinbarung zwischen der SNB und dem Bund aus dem Jahr 2016 beträgt der Ausschüttungsbetrag an Bund und Kantone 1 Milliarde Franken pro Jahr. Dies sofern die Ausschüttungsreserve der SNB dadurch nicht negativ wird. Der Betrag kann auf maximal 2 Milliarden erhöht werden, wenn die Ausschüttungsreserve 20 Milliarden überschreitet.

Seit 2016 hat das Ertragspotenzial der SNB aber zugenommen und die Ausschüttungsreserve ist angewachsen. Darum haben das Eidgenössische Finanzdepartement und die Nationalbank eine Zusatzvereinbarung beschlossen, begründet die SNB die Erhöhung in der Mitteilung.

Diese sieht zwei zusätzliche Schwellenwerte für weitere mögliche Ausschüttungen vor: Überschreitet die Ausschüttungsreserve nach einer Gewinnverwendung neu den Wert von 30 Milliarden, ist eine zusätzliche Ausschüttung von 1 Milliarde vorgesehen. Bei einer Überschreitung von 40 Milliarden eine Ausschüttung von 2 Milliarden.  

Für das Geschäftsjahr 2019 sind laut SNB bereits beide dieser Bedingungen erfüllt, so dass insgesamt 4 Milliarden Franken an Bund und Kantone ausgeschüttet werden können. Der Abschluss der Gewinnausschüttungsvereinbarung für die Geschäftsjahre 2021 bis 2025 ist für den Herbst 2021 vorgesehen. Laut Finanzdepartement liegt das Ausschüttungspotenzial auch mittelfristig höher.