Ein Leitfaden soll Unternehmen bei der Integration ausländischer Mitarbeiter helfen

Es gibt einen neuen Leitfaden zur Förderung der Integration und Diversität in Schweizer Unternehmen. Die Urheber fordern zudem, dass ein nationaler Tag der Integration eingeführt wird.

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Die Integration am Arbeitsplatz soll mit dem neuen Leitfaden stärker in den Fokus gerückt werden.

Die Integration am Arbeitsplatz soll mit dem neuen Leitfaden stärker in den Fokus gerückt werden.

Keystone

(agl) «Der Leitfaden zur Integration Ihres ausländischen Personals» entstand auf Initiative der Gewerkschaft Travail.Suisse und wurde von Vertreterinnen und Vertretern von Berufsverbänden, Gewerkschaften und Behörden entwickelt. Ab Dienstag steht er den Unternehmen zur Verfügung, wie Travail.Suisse in einer Medienmitteilung schreibt. Als Grundlage für die Broschüre diente eine Umfrage bei rund siebzig Unternehmen mit Sitz in der Westschweiz.

2017 ist das neue Weiterbildungsgesetz und 2019 das neue Ausländer- und Integrationsgesetz (AIG) in Kraft getreten. Der Leitfaden dürfte angesichts dieser Entwicklungen besonders hilfreich für Unternehmer und KMU sein, schreibt Travail.Suisse. Er enthält unter anderem Erfahrungsberichte und Beispiele von bewährten Lösungen in Bereichen wie Kommunikation oder Weiterbildung.

Vorwort von der Bundesrätin

Das Vorwort zum Leitfaden hat Bundesrätin Karin Keller-Sutter geschrieben. «Die Zuwanderung, welche seit jeher zum wirtschaftlichen Wohlstand der Schweiz beigetragen hat, wird in den kommenden Jahren für das Funktionieren unserer Unternehmen noch unentbehrlicher», schreibt Keller-Sutter. Derzeit sind rund 31 Prozent aller Arbeitnehmer in der Schweiz Ausländerinnen und Ausländer, wie Travail.Suisse schreibt.

Mit der Einführung des Leitfadens fordert die Arbeitsgruppe die Einführung eines nationalen Tages «für die Integration und die Diversität am Arbeitsplatz». Ein solcher Tag böte die Chance, «das Bewusstsein für die Thematik der Integration am Arbeitsplatz auf breiter Ebene zu schärfen und auf die dafür verfügbaren Instrumente aufmerksam zu machen», schreiben die Verantwortlichen in einem Brief an den Bundesrat. Es könnten zudem diejenigen Unternehmen ins Rampenlicht gerückt werden, die Integration und Diversität fördern.