Neun Entlassungen bei Nau.ch – erstes Medienhaus baut wegen Coronakrise Stellen ab

Nau.ch baut drei Vollzeit- und sechs Teilzeitstellen ab. Das junge Schweizer Nachrichtenportal begründet dies mit der wirtschaftlichen Situation wegen der Coronakrise.

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Informiert seit bald drei Jahren an Zapfsäulen, im öffentlichen Verkehr und im Internet: Das Schweizer Nachrichtenportal Nau.ch.

Informiert seit bald drei Jahren an Zapfsäulen, im öffentlichen Verkehr und im Internet: Das Schweizer Nachrichtenportal Nau.ch.

HO

(sat) Zuerst über den Stellenabbau in der Redaktion und Produktion des vor bald drei Jahren gegründeten Nachrichtenportals berichtet hat das Branchenportal Persoenlich.com. Auf Anfrage von CH Media bestätigte Nau.ch-Sprecherin Nina Meyer die Meldung und erklärte: «Die Kündigungen unter solchen Umständen bedauern wir zutiefst.» Es handle sich um reguläre Kündigungen. Weitere Entlassungen seien nicht vorgesehen. Meyer zeigte sich überzeugt davon, dass Nau.ch in der veränderten Konstellation «die Ziele mit allen gemeinsam erreichen» werde.

Nau.ch ist damit der erste bekanntgewordene Fall eines Medienhauses in der Deutschschweiz, welches aufgrund der Coronakrise Stellen abbaute. Die meisten privaten Medienhäuser sowie Teile der SRG haben wegen dem Einbruch der Werbeeinnahmen für einen Grossteil der Mitarbeitenden Kurzarbeit beantragt. Letzte Woche hat der Bundesrat eine Überbrückungshilfe für die Medien im Umfang von 57,5 Millionen Franken beschlossen. In der anstehenden Sommersession werden die Eidgenössischen Räte zudem über den weiteren Ausbau der regulären Medienförderung entscheiden.

Laut Website beschäftigt Nau.ch über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Hauptsitz der Redaktion respektive der Mutterfirma Lifesystems befindet sich in Liebefeld bei Bern. Aussenbüros werden zudem in grösseren Städten der Deutschschweiz betrieben. Nebst dem Online-Auftritt sind die Inhalte von Nau.ch auch auf Bildschirmen an Tankstellen und im öffentlichen Verkehr zu lesen.