Nur noch drei von vier Neuwagen haben einen klassischen Verbrennungsmotor

Alternative Antriebe sind im Aufwind. Von den seit Jahresbeginn verkauften Personenwagen haben 24,1 Prozent einen Hybrid-, Elektro-, Gas- oder Brennstoffzellen-Antrieb.

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Von den seit Jahresbeginn in der Schweiz verkauften Neuwagen kann schon jeder Fünfte am Stromnetz «tanken». (Symbolbild)

Von den seit Jahresbeginn in der Schweiz verkauften Neuwagen kann schon jeder Fünfte am Stromnetz «tanken». (Symbolbild)

Keystone

(wap) Allein im September erreichten Neuwagen mit alternativen Antrieben einen Marktanteil von 34,9 Prozent. 20,2 Prozent entfallen auf Elektroautos und Plug-In-Hybride, die am Stromnetz aufladen können. Diese Zahlen veröffentlichte die Vereinigung der offiziellen Automobil-Importeure (Auto Schweiz) am Freitag. Die Septemberwerte stehen gemäss diesen Zahlen für einen Trend, der das ganze Jahr prägt.

24,1 Prozent der Autos, die seit Jahresbeginn auf die Strasse kamen, verfügen demnach über einen Hybrid-, Elektro-, Gas- oder Brennstoffzellen-Antrieb. Ein starkes Wachstum gibt es vor allem bei Elektroautos, insbesondere bei den sogenannten Plug-In-Hybriden. Ihr Marktanteil hat sich in den ersten neun Monaten gegenüber der Vorjahresperiode von einem Prozent auf 4,9 Prozent verfünffacht.

Schlimmstes Autojahr seit den Siebzigerjahren

Reine Elektroautos ohne Hybridantrieb konnten ihren Marktanteil von 3,9 Prozent auf 6,9 Prozent steigern. Damit können insgesamt 11,7 Prozent der Neuwagen auf das Stromnetz zugreifen. Auch Hybride ohne Lademöglichkeit sind nach wie vor im Trend. Sie konnten ihren Marktanteil von 6,3 auf 12 Prozent verdoppeln.

«Ohne Coronakrise wären in diesem Jahr noch deutlich mehr Fahrzeuge mit Alternativ-Antrieb in die Schweiz gekommen», wird Auto-Schweiz-Sprecher Christoph Wolnik in der Mitteilung zitiert. Für die Branche sei 2020 das schlechteste Autojahr seit rund 45 Jahren. Seit Jahresbeginn habe man im Vergleich zu 2019 einen Marktrückgang von 27,7 Prozent verzeichnet.