NZZ-Mediengruppe verzeichnet in der Krise Umsatzeinbussen in der Höhe von 15,1 Millionen Franken

Die Pandemie schlägt sich in der Rechnung der NZZ-Mediengruppe nieder. Der betriebliche Gesamtertrag fiel in den ersten sechs Monaten 15,1 Millionen Franken tiefer aus als in der Vorjahresperiode.

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In der Krise hat die NZZ den Seitenumfang ihrer Zeitungen reduziert. (Symbolbild)

In der Krise hat die NZZ den Seitenumfang ihrer Zeitungen reduziert. (Symbolbild)

Keystone

(wap) Der Geschäftsgang im ersten Halbjahr 2020 sei massgeblich von der Pandemie geprägt worden, meldete die NZZ Mediengruppe am Mittwoch in einer Mitteilung. Der betriebliche Gesamtertrag liege mit 92,5 Millionen Franken 15,1 Millionen unter dem Vorjahreswert. Schwer getroffen von der Krise seien vor allem der Werbemarkt der Printerzeugnisse und das Veranstaltungsgeschäft. Hier verzeichnete die NZZ Mediengruppe Einbussen von 7 Millionen beziehungsweise 8 Millionen Franken. Gleichzeitig sei die Nachfrage auf dem Lesermarkt markant gestiegen. In nur drei Monaten seien 17'000 neue Abonnemente dazugekommen.

Das Unternehmen reagierte mit Sparmassnahmen auf die Krise. Es verhängte einen Einstellungsstopp, fuhr die Marketing-Ausgaben ebenso zurück wie die Seitenumfänge der Print-Ausgaben und führte in mehreren Unternehmensbereichen Kurzarbeit ein. Insgesamt sei der Gesamtaufwand um 8 Prozent gesenkt worden, dies entspreche Einsparungen in der Höhe von 8,2 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt -1,2 Millionen Franken. Der Unternehmensverlust per Halbjahr beträgt 3,4 Millionen Franken, wie der Mitteilung weiter zu entnehmen ist.

In der zweiten Jahreshälfte rechnet die NZZ Mediengruppe mit einer gewissen Erholung. Dies sei jedoch davon abhängig, ob Grossveranstaltungen wieder stattfinden könnten. Auch im Werbemarkt erwartet das Unternehmen einen Rückgang der Ertragseinbussen. An der strategischen Ausrichtung der Mediengruppe werde ungeachtet der Krise festgehalten.