Pharmabranche hält Schweizer Exporte im März im Plus – Aussichten verdüstern sich

Trotz Coronakrise sind die Schweizer Exporte im März gestiegen. Zu verdanken ist das dem deutlichen Wachstum in der Pharmabranche. In den übrigen Industriezweigen sanken die Ausfuhren.

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Die Pharmabranche hat die Exporte im ersten Quartal gestützt.

Die Pharmabranche hat die Exporte im ersten Quartal gestützt.

Keystone

(rwa) In den ersten drei Monaten des Jahres nahmen die Exporte saisonbereinigt um 1,0 Prozent auf 57,8 Milliarden Franken zu. Im März resultierte gar ein Plus von 2,2, Prozent, wie die Eidgenössische Zollverwaltung am Dienstag mitteilte.

Das Exportplus ist ausschliesslich auf chemisch-pharmazeutische Produkte zurückzuführen, deren Ausfuhren im ersten Quartal um 5,6 Prozent stiegen. Das Wachstum in diesem Bereich überkompensiert zugleich die rückläufigen Exportzahlen bei den übrigen Warengruppen.

Die stärksten Rückgänge wurden bei Ausfuhren von Fahrzeugen (-15,7 Prozent) und Metallen (-5,2 Prozent) verzeichnet. Ein Minus resultierte jedoch auch bei Maschinen und Elektronik (-3,9 Prozent) sowie Uhren (-2,9 Prozent).

Dass die Coronapandemie in der Exportstatistik Spuren hinterlässt, zeigt sich zudem bei der regionalen Entwicklung. Während die Ausfuhren nach Nordamerika noch im ersten Quartal um 7,8 Prozent zulegten, nahmen sie nach Asien bereits um 1,1 Prozent ab. Ins Auge stechen Hongkong und China, wo die Exporte um 13,5 respektive 8,0 Prozent regelrecht abgesackt sind. Nach Europa stiegen die Ausfuhren um 0,7 Prozent.