Post: Grössere Paketmenge kann negative Effekte der Coronakrise nicht kompensieren

Die Post hat im ersten Halbjahr 2020 wegen der Coronakrise weniger Gewinn erzielt. Dabei hat die Krise die Rückgänge im Briefgeschäft und Zunahme der Paketmenge beschleunigt.

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Die Coronapandemie belastet die Halbjahreszahlen der Schweizerischen Post.

Die Coronapandemie belastet die Halbjahreszahlen der Schweizerischen Post.

Chris Iseli

(dpo) Das Ergebnis der Schweizerischen Post ist im ersten Halbjahr 2020 bedeutend tiefer ausgefallen als im Vorjahr. In den ersten sechs Monaten hat sie einen Konzerngewinn von 30 Millionen Franken erwirtschaftet, ein Minus von 163 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahreswert, wie die Post am Donnerstag in einer Mitteilung schreibt. Das Betriebsergebnis (EBIT) ging ebenfalls zurück, um 208 Millionen auf 61 Millionen Franken.

Der Rückgang ist laut eigenen Angaben auf die Coronapanemie zurückzuführen. So sei PostAuto noch immer weit von der üblichen Fahrgast-Auslastung entfernt. Auf der anderen Seite habe die Pandemie das Online-Geschäft positiv beeinflusst und bei den Paketen zu einem deutlichen Mengenanstieg (+22 Prozent) geführt. Zugleich verstärkte die Coronakrise bereits bestehende Trends wie Mengenrückgänge im Briefgeschäft und im Zahlungsverkehr am Schalter, schreibt die Post.