Privatbanken meistern die Coronakrise gut, doch die Auswirkungen zeigen sich erst 2021

Die Schweizer Privatbanken zeigten im ersten Halbjahr trotz Coronakrise starke finanzielle Ergebnisse. Das zeigt eine Studie. Die wahren Auswirkungen dürften aber erst ab 2021 sichtbar werden.

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Eine Studie der Universität St. Gallen, hier im Bild, und von KPMG hat die Privatbanken der Schweiz beurteilt.

Eine Studie der Universität St. Gallen, hier im Bild, und von KPMG hat die Privatbanken der Schweiz beurteilt.

Keystone

(dpo) Die Coronakrise scheint keinen finanziellen Druck auf die hiesigen Privatbanken erzeugt zu haben. Zu diesem Schluss kommt die diesjährige Bankenstudie von KPMG und der Universität St. Gallen (HSG), wie es in einer Mitteilung des Beratungsunternehmens vom Mittwoch heisst. Dazu wurden insgesamt 84 in der Schweiz tätige Privatbanken beurteilt.

Die Privatbanken konnten gemäss Mitteilung ihre Krisenmanagementpläne rasch umsetzen und aufgrund der konservativen Kreditvergabe in den vergangenen Jahren die Kreditverluste limitieren.

Trotz der finanziell starken Performance der meisten Schweizer Privatbanken im ersten Halbjahr 2020 dürften die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise indes schwierige Jahre ankündigen. So werden die wahren Auswirkungen der Coronakrise laut Mitteilung wohl erst ab 2021 sichtbar. Dies, weil in den kommenden Monaten einerseits noch verspätete Transaktionen zu Buche schlagen werden. Andererseits werden die rezessiven Auswirkungen wichtiger Märkte erst voll durchschlagen, wenn die staatlichen Hilfspakete auslaufen, heisst es in der Mitteilung.