PSP Swiss Property kommt trotz Mietzinserlasse gut durch die Krise

Der Immobilienkonzern PSP Swiss Property hat zwar im ersten Halbjahr deutlich weniger Gewinn gemacht als noch im Vorjahr. Schuld sei aber nicht Corona, sondern positive Effekte aus dem Vorjahr 2019.

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PSP Swiss Property erwirtschafte einen Reingewinn von 121,8 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2020.

PSP Swiss Property erwirtschafte einen Reingewinn von 121,8 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2020.

Keystone

(mg) PSP Swiss Property ist verhältnismässig gut durch die stürmische Coronakrise gesegelt. Wie das Immobilienunternehmen am Dienstag mitteilt, habe sich der Lockdown nur «gering» ausgewirkt. Zwar schrumpfte der Halbjahresgewinn um knapp 53 Prozent auf 121,8 Millionen Franken, dies sei aber vor allem durch «positive Vorjahreseffekte» zu erklären. Der Liegenschaftsertrag sei sogar um 1,7 Millionen Franken auf CHF 146,7 Millionen gestiegen. «Dies, obwohl im zweiten Quartal im Zusammenhang mit dem Lockdown Mietzinserlasse in der Höhe von 2,3 Millionen Franken erfasst wurden», wie das Unternehmen weiter schreibt.

Hier dürften aber noch weitere Forderungen auf PSP Swiss Property zukommen. Die vom Parlament geforderten Mietzinserlasse für betroffene Geschäfte, wobei die Mieter nur 40 Prozent der Miete für die Zeit des Lockdowns berappen müssten, würde wohl weitere 0,7 Millionen Franken kosten, wie das Unternehmen vorrechnet. Der Vorschlag sei ohnehin nicht ideal: «Damit sind weitere einvernehmliche Lösungen zwar nicht blockiert, aber erschwert», heisst es in der Mitteilung. Die durch den Lockdown bedingten offenen Mietzinsforderungen betrugen per 30. Juni 2020 5,2 Millionen Franken.