Raiffeisen-Studie: Akzeptanz für höheres Rentenalter wächst

In der Bevölkerung wachse die Akzeptanz für eine Erhöhung des Rentenalters. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Raiffeisen. Der Generationenvertrag sei stark belastet.

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Sparen für die finanzielle Sicherheit im Alter ist schwieriger als auch schon. (Symbolbild)

Sparen für die finanzielle Sicherheit im Alter ist schwieriger als auch schon. (Symbolbild)

Keystone

(wap) Zum dritten Mal veröffentlichte die Raiffeisen am Donnerstag ihr «Vorsorgebarometer», eine jährliche Studie die zeigen soll, wie es um die finanzielle Altersvorsorge in der Schweiz bestellt ist. Die Studie habe gezeigt, dass sich immer mehr Einwohner mit ihrer Altersvorsorge beschäftigten, heisst es in einer Mitteilung zur Studie. Viele müssten dabei ihre Erwartungen massiv reduzieren. Dennoch ändere eine Mehrheit der Befragten ihr Verhalten nicht, schreibt Raiffeisen. Demnach verschiebe jede zehnte befragte Person das Sparen auf später.

Gestiegen sei dafür die Akzeptanz für eine Erhöhung des Rentenalters. Ein Drittel der Befragten ist laut Mitteilung dafür, die Frauen erst mit 65 anstatt schon mit 64 Jahren in Rente zu schicken. Zugleich sinke die Zahl jener, die sich eine Frühpensionierung wünschen.

Insgesamt geniesse die Altersvorsorge mit ihren drei Säulen kein hohes Vertrauen mehr, so das Fazit der Studie. «Der Generationenvertrag ist stark belastet», wird Tashi Gumbatshang, Leiter Kompetenzzentrum Vermögens- und Vorsorgeberatung von Raiffeisen Schweiz, in der Mitteilung zitiert. So komme es auch immer häufiger vor, dass Versicherte das Kapital aus der zweiten Säule abziehen, anstatt auf die Rente zu warten. Obwohl sich das Sparen angesichts von tiefen bis negativen Zinsen weniger lohne als früher, zeige die Bevölkerung nach wie vor ein eher risikoscheues Anlageverhalten.