SBB Cargo schliesst Depot Arth-Goldau per Ende 2022: 45 Lokführer betroffen

Mit der Fertigstellung der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) passt die SBB die Organisation des Güterverkehrs an. Die Stellen von 45 Lokführern in Arth-Goldau und vier in Brig fallen weg.

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In Arth Goldau und Brig fallen bis Ende 2022 insgesamt 45 Lokführerstellen bei SBB Cargo weg.

In Arth Goldau und Brig fallen bis Ende 2022 insgesamt 45 Lokführerstellen bei SBB Cargo weg.

Keystone

(agl) Die Lokführerwechsel werden laut einer Mitteilung der SBB vom Montag künftig an den Grenzpunkten in Basel und Chiasso vorgenommen. Die Halte in der Zentralschweiz seien betrieblich künftig nicht mehr möglich. «Der Standort Arth-Goldau wird spätestens Ende 2022 aufgehoben», heisst es in der Mitteilung weiter. SBB Cargo habe die betroffenen Mitarbeiter bereits im Januar darüber informiert, dass sie mittelfristig mit der Aufhebung des Depots rechnen müssen.

Bereits ab Fahrplanwechsel 2020 könne das Lok-Personal in Arth-Goldau und Brig nicht mehr voll ausgelastet werden, wie die SBB weiter schreibt. Denn aufgrund der stagnierenden Wirtschaft und der Corona-Krise habe der internationale Verkehr an den beiden Standorten abgenommen. Für die betroffenen Lokführer in der Zentralschweiz und in Brig will die SBB wenn möglich intern Lösungen finden. Die SBB Personenverkehr kämpft bereits seit längerem an verschiedenen Standorten mit einem Lokführermangel.

Eine Arbeitsgruppe hat für die SBB Cargo-Lokführer von Arth-Goldau intern und extern 35 mögliche Stellen vorgesehen, unter anderem beim Personenverkehr oder bei SBB Cargo International. Weitere Stellen würden Folgen, erste Wechsel sollen bereits ab dem nächsten Januar erfolgen. Auch am Standort Brig könnten vier Cargo-Lokführer zum Personenverkehr wechseln, wie es in der Mitteilung heisst. Die Sozialpartner seien informiert worden und würden in einer Begleitgruppe mitarbeiten, die den Prozess begleiten wird.