Schaden
PwC Schweiz: Corona kostete Spitäler 2020 bis zu 1,5 Milliarden

Nur 28 Prozent der Akutspitäler konnten 2020 ein positives Jahresergebnis ausweisen, so eine PwC-Studie. Insgesamt verursachte die Pandemie einen Schaden von bis zu 1,5 Milliarden Franken.

Drucken
Mehrkosten gab es vor allem im akutstationären Bereich. (Symbolbild)

Mehrkosten gab es vor allem im akutstationären Bereich. (Symbolbild)

Keystone

Die Pandemie habe das Gesundheitswesen 2020 enorm beansprucht und einen «schmerzhaften Gesamtschaden» verursacht, so das Fazit der am Montag veröffentlichten Spitalstudie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC. Sie schätzt den Gesamtschaden für das Gesundheitssystem auf 1,3 bis 1,5 Milliarden Franken. Stark ausgewirkt hätte sich das Verbot von Wahleingriffen in Frühjahr 2020.

Der Schaden geht laut PwC denn auch zur Hauptsache auf Ertragsausfälle in der Höhe von rund einer Milliarde Franken zurück. Mehrkosten schlagen mit rund 400 Millionen Franken zu Buche. Dabei war in erster Linie der akutstationäre Bereich betroffen, wo die Kosten um 68 Prozent stiegen. Nur 28 Prozent der Akutspitäler konnten ein positives Jahresergebnis ausweisen. Ins Geld gingen unter anderem die Aufwendungen für zusätzliches Personal, aber auch bauliche Anpassungen und die Beschaffung von Schutzmaterial.

Im ambulanten Bereich gab es eine Kostensteigerung um 23 Prozent. Andere Bereiche waren weniger stark von Mehrkosten betroffen: Die Psychiatrien verzeichneten sechs, die Rehabilitation drei Prozent Mehrkosten. Letztere litt dafür umso stärker unter Ertragsausfällen: Sie beliefen sich auf bis zu 108 Millionen Franken. (wap)