Schweizer Detailhandel
Coronakrise sorgte für Rekord beim Lebensmittelumsatz

Der Schweizer Detailhandel hat im Jahr 2020 einen Rekordumsatz von knapp 30 Milliarden Franken mit Lebensmitteln erwirtschaftet. Das sind elf Prozent mehr als noch im Vorjahr.

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Ein Drittel des Lebensmittelumsatzes ging 2020 auf tierische Produkte zurück. (Symbolbild)

Ein Drittel des Lebensmittelumsatzes ging 2020 auf tierische Produkte zurück. (Symbolbild)

Keystone

(agl) Rund ein Drittel des Umsatzes machten die Detailhändler mit tierischen Produkten wie Fleisch, Milch und Eiern. Die Haushalte gaben dafür 10,6 Milliarden Franken aus. Dies zeigt eine neue Analyse des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW), die auf Zahlen des Marktforschungsunternehmens Nielsen Schweiz und des Bundesamts für Statistik basiert. Rund 4,1 Milliarden Franken gaben die Haushalte demnach für Früchte, Gemüse und Kartoffeln aus, wie das BLW in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt.

Im Durchschnitt gab ein Schweizer Haushalt letztes Jahr 7680 Franken für Nahrungsmittel und Getränke aus, 820 Franken davon für Bio-Lebensmittel. Laut dem BLW entfiel damit mehr als jeder zehnte Franken auf ein biologisch produziertes Produkt, wobei Bio-Eier besonders beliebt gewesen seien.

Die Analyse das BLW zeigte auch regionale Unterschiede auf. So kauften Haushalte in den Städten weniger Fleisch und Milch als in ländlichen Regionen. Auch Familienhaushalte mit Kindern gaben mehr für Fleisch aus, während kinderlose Haushalte proportional mehr Geld für Gemüse und alkoholische Getränke ausgaben.