Schweizer Aussenhandel bricht im April ein – Uhrenexporte gehen um 1,6 Milliarden Franken zurück

Der Einbruch im Aussenhandel trifft den Uhren- und Schmuckexport besonders heftig.

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(rwa) Gegenüber dem Vormonat sind die Exporte im April um 11,7 Prozent zurückgegangen, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilte. Die Ausfuhren etwa nach Frankreich und Italien waren so tief wie letztmals vor 20 Jahren.

Ein Rückgang resultierte dabei in sämtlichen Sparten. Die grössten Einbussen verbuchten Bijouterie und Juwelierwaren (-77,0 Prozent) und Uhren (-72,6 Prozent). Deren Exporte brachen im April um 1,6 Milliarden Franken ein. Auch die chemisch-pharmazeutischen Produkte verzeichneten ein Minus von 4,8 Prozent.

Noch stärker brachen im April die Importe ein – und zwar um 21,9 Prozent. In Franken bedeutet das ein Minus von 3,5 Milliarden auf 12,4 Milliarden. Laut EZV entspricht das dem Stand von Juli 2005. Mehr als zwei Drittel der Einbussen entfielen auf die Sparten Bijouterie, chemisch-pharmazeutische Waren und Fahrzeuge. Bei Autos sank die Nachfrage um zwei Drittel. Einzig bei Textilien, Bekleidung und Schuhen waren die Importe nicht rückläufig.