Schweizer Jugendherbergen: Nach gutem Geschäftsjahr sorgt Corona für Stillstand

Die Schweizer Jugendherbergen konnten 2019 die Anzahl der Logiernächte und den Betriebsertrag steigern. Das Coronavirus sorgte hingegen für massive Umsatzeinbusse und Annullierungen bis in den Juni hinein.

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Mit Hinblick auf die Öffnungen nehmen die Buchungen in Schweizer Jugendherbergen wieder zu.

Mit Hinblick auf die Öffnungen nehmen die Buchungen in Schweizer Jugendherbergen wieder zu.

Keystone

(dpo) Der Verein Schweizer Jugendherbergen (SJH) steigerte seinen Betriebsertrag im letzten Jahr um 2,4 Prozent auf 46,6 Millionen Franken. Die Zahl der Logiernächte nahm gegenüber dem Vorjahr ebenfalls zu, um 1,9 Prozent auf insgesamt 736’511 Übernachtungen. Zudem sei der Anteil der Gäste aus der Schweiz angestiegen und betrage neu 69,5 Prozent der Gesamtgästezahl, wie der SJH am Dienstag mitteilte.

Der Start ins neue Jahr schien ebenfalls geglückt, ehe das Coronavirus sich verbreitete. «Der Start ins 2020 brach zunächst alle Rekorde. Doch dann traf uns die Coronakrise und bereitete der laufenden Saison Mitte März ein abruptes Ende», erklärt CEO Janine Bunte. Der Lockdown habe zu massiven Umsatzeinbussen und einem Viertel weniger Übernachtungen geführt.

Die Unsicherheit der Bevölkerung habe zudem zur Folge, dass bereits getätigte Buchungen bis weit in den Juni hinein annulliert worden seien, schreibt der SJH weiter. Jedoch sei im Hinblick auf die im Juni angekündigte touristische Öffnung der Schweiz und der benachbarten Länder wieder eine Buchungszunahme zu verzeichnen.