Seco-Chefin will erneut Beitritt zu transpazifischem Handelsabkommen prüfen

Laut der Chefin des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) könnte die Schweiz von einem Beitritt zum transpazifischem Handelsabkommen CPTPP profitieren. Insbesondere, wenn die USA wieder Mitglied würden.

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Laut der Seco-Chefin könnte die Schweiz vom Handel mit den Pazifik-Staaten profitieren. (Archivbild)

Laut der Seco-Chefin könnte die Schweiz vom Handel mit den Pazifik-Staaten profitieren. (Archivbild)

Keystone

(gb.) Nach den gescheiterten Verhandlungen über ein Handelsabkommen mit den USA sieht die Chefin des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco), Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, doch noch einen Weg, wie die Schweiz zu mehr Handel mit den USA kommen könnte: Über das transpazifische Partnerschaftsabkommen CPTPP. «Ich habe meinen Leuten den Auftrag gegeben, das erneut zu prüfen», sagt Ineichen Fleisch in einem Interview mit der NZZ vom Samstag. «Wenn die USA CPTPP beiträten, würde dies für uns erst recht interessant».

Dem CPTPP-Abkommen gehören elf Staaten an, darunter Australien, Neuseeland, Kanada, Mexiko, Japan und Malaysia. Ursprünglich hätte auch die USA zu den Partnern gezählt, unter Trump zogen sich die Vereinigten Staaten aber aus dem Vorläufer-Vertrag TPP zurück. Gabrielle-Ineichen Fleisch sagte weiter, die Schweiz habe bereits mit einigen CPTPP-Ländern ein Abkommen. Ein Beitritt als Drittstaat könnte laut Ineichen-Fleisch die Möglichkeit bieten, bilaterale Abkomme aufzudatieren.

In der Schweiz regte sich jüngst vermehrt Widerstand gegen internationale Handelsabkommen. Ein Referendum gegen das Freihandelsabkommen mit Indonesien kam im Sommer zustande. Das Volk wird im März darüber abstimmen können. Grund für den Widerstand ist insbesondere der Anbau von Palmöl, wofür laut dem Referndumskomittee oftmals Wälder gerodet würden. Auf den Plantagen sei Kinderarbeit zudem die Regel.