Shutdown kostet die Wirtschaft laut Studie monatlich fast 30 Milliarden Franken

Der wirtschaftsnahe Think Tank Avenir Suisse warnt vor Einschränkungen des Wirtschaftslebens und fordert von der Politik Augenmass bei der Bekämpfung der Pandemie. 

Hören
Drucken
Teilen
Avenir Suisse will den wirtschaftlichen Stillstand vermeiden.

Avenir Suisse will den wirtschaftlichen Stillstand vermeiden. 

Keystone

(wap) Die Wirtschaft dürfe trotz Pandemie nicht zum erliegen kommen: Dies fordert der wirtschaftsliberale Think Tank Avenir Suisse. Am Mittwoch veröffentlichte er eine Studie über die volkswirtschaftlichen Folgekosten einer Stillegung der Wirtschaft. Man rechne damit, dass den Unternehmen so pro Monat 29 Milliarden Franken entgehen würden, kommt die Studie zum Schluss.

Das entspreche 4,3 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Auf ein ganzes Jahr gesehen entspreche das dem Wert von mehr als der Hälfte aller in der Schweiz produzierten Güter und Dienstleistungen. Der Studie liegt das Szenario Italien zugrunde, wo die Massnahmen zur Abschwächung der Epidemiewelle wesentlich weitergehen als in der Schweiz. 

Avenir Suisse fordert von den Schweizer Behörden deshalb «Augenmass» bei der Eindämmung der Erkrankungen. Es brauche nun eine «nüchterne Kosten-Nutzen-Analyse», so die Autoren der Studie.