SIX erzielt trotz verkauftem Kartengeschäft ein «solides Ergebnis»

Die Schweizer Finanzinfrastruktur-Betreiberin SIX erwirtschaftete 2019 einen Betriebsertrag von rund 1,1 Milliarden Franken. Der Rückgang zum Vorjahr erklärt sich durch den Verkauf des Kartengeschäfts. 

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Trotz dem Verkauf des Kartengeschäfts konnte SIX ein solides Ergebnis erzielen.

Trotz dem Verkauf des Kartengeschäfts konnte SIX ein solides Ergebnis erzielen. 

Ennio Leanza / KEYSTONE

(agl) Wie die SIX Group am Dienstag mitteilte, war der Betriebsertrag 2019 mit insgesamt 1,129 Milliarden etwa um die Hälfte kleiner als 2018. Dies nachdem SIX, die in der Schweiz die Finanzplatzinfrastruktur betreibt, 2017 eine Neuausrichtung des Unternehmens ankündigte und Ende 2018 das Kartengeschäft an das Zahlungsverkehrs-Unternehmen Worldline verkaufte. 

Vergleiche man den Betriebsertrag der übrigen, weitergeführten Geschäftseinheiten, habe er sich im Jahr 2019 um 1,2 Prozent gesteigert. Ein «solides Ergebnis», wie das Unternehmen in der Mitteilung schreibt. Der Gewinn aus diesen weitergeführten Geschäftseinheiten steigerte sich 2019 um 26,9 Prozent auf gesamthaft 120,5 Millionen.

Ordentliche Dividende von 3 Franken 90

Den grössten Teil des Betriebsertrag machte auch 2019 der Bereich Securities & Exchanges aus. Trotz erheblicher Preissenkungen im Wertschriftenhandel und bei den Post-Trade-Services lag der Betriebsertrag mit rund 506 Millionen nur 1,4 Prozent unter dem Vorjahresergebnis.

Der Generalversammlung wird gemäss der SIX-Mitteilung eine ordentliche Dividende von 3,90 Franken pro Aktie vorgeschlagen. Dies ist leicht weniger als im Vorjahr, wo der Betrag pro Aktie 4,10 Franken betrug. Seit gestern ist bei der SIX Group Thomas Wellauer als Verwaltungsratspräsident im Amt. Dieser tritt die Nachfolge von Romeo Lacher an.