Spezialchemie
Nach Einbruch: Ems-Chemie glückt Start ins neue Jahr und investiert 300 Millionen

Die Geschäfte des Spezialchemiekonzerns Ems-Chemie erholen sich weiter. Im ersten Quartal stieg der Umsatz deutlich. Damit ist der Konzern schon wieder auf dem Vorkrisenniveau. In Graubünden investiert er in den nächsten fünf Jahren 300 Millionen Franken.

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Die Ems-Gruppe ist wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. (Archivbild)

Die Ems-Gruppe ist wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. (Archivbild)

Keystone

(rwa) Die Coronakrise hat das Unternehmen hart getroffen. Der Umsatz brach im ersten Halbjahr 2020 ein. Gründe waren die gesunkene Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern und die Schliessungen der Autowerke. Die Ems-Gruppe erwirtschaftet einen Grossteil ihres Umsatzes als Zulieferer der Autoindustrie. Bereits im zweiten Halbjahr erholte sich die Konjunktur zusehends.

Nun entwickelt sich das Geschäft weiter positiv. Der Konzern erzielte in den ersten drei Monaten des Jahres einen Nettoumsatz von 566 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 14,1 Prozent oder 70 Millionen Franken, wie die Ems-Gruppe am Freitag mitteilte. In lokalen Währungen legte der Umsatz gar um 15,3 Prozent zu. Währungsbereinigt ist er bereits wieder auf dem Niveau vor der Coronakrise angelangt.

Als Gründe für den Aufschwung führt das Unternehmen die umfangreichen staatlichen Unterstützungsmassnahmen an, die sich positiv auf den Konsum auswirkten. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Ems-Gruppe eine weitere weltweite Erholung der Konjunktur. Sie rechnet unverändert mit einem höheren Umsatz und einem höheren Betriebsergebnis.

Ein gutes Zeichen dürfte auch die Investitionsbereitschaft sein. Um der steigenden Nachfrage auch künftig nachzukommen, investiert die Ems-Gruppe in den nächsten fünf Jahren nach eigenen Angaben über 300 Millionen Franken in den Ausbau des Werkplatzes Domat/Ems.