Spitzenposten
Hildebrand weiterhin im Rennen um den OECD-Vorsitz

Den zweiten Cut im Rennen um den Vorsitz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat Philipp Hildebrand überstanden. Derzeit hat er noch vier Konkurrenten.

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Philipp Hildebrand bei der Präsentation seiner Kandidatur an einer Pressekonferenz in Bern.

Philipp Hildebrand bei der Präsentation seiner Kandidatur an einer Pressekonferenz in Bern.

Keystone

(mg) Auch die zweite Runde im Selektionsverfahren um den Vorsitz des OECD-Generalsekretärs hat Philipp Hildebrand, der Schweizer Kandidat, überstanden, wie das Wirtschaftsdepartement am Donnerstag mitteilte. CH Media hatte darüber bereits am Mittwoch berichtet. Neben Hildebrand sind weiter Mathias Cormann (Australien), Anna Diamantopoulou (Griechenland), Ulrik V. Knudsen (Dänemark) und Cecilia Malmström (Schweden) im Rennen. Kersti Kaljulaid (Estland), Bill Morneau (Kanada) und Christopher Liddell (USA) sind nicht mehr dabei. Gemäss Mitteilung haben sich diese Kandidaten zurückgezogen. Ursprünglich waren es zehn Kandidaturen.

Bis Anfang März soll der Nominationsprozess beendet sein. Die Ergebnisse der dritten Runde werden am 10. Februar bekanntgegeben, dann wird sich das Kandidatenfeld weiter verkleinern. Hildebrand, der ehemalige Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), habe in den letzten Wochen zahlreiche bilaterale Gespräche geführt. Darunter mit 22 Ministern und 27 stellvertretenden Ministern oder Staatssekretären. Hildebrand wird laut Mitteilung «von allen Mitgliedsländern unterstützt.»

Mit Wachstum Schulden abbauen

Unlängst hatte Hildebrand in einem Interview seine Ziele als OECD-Generalsekretär öffentlich gemacht: Nach der Covid-Krise gehe es darum, Wachstumspotenziale zu erhöhen, die Ungleichheit in Wirtschaft und Gesellschaft zu korrigieren und die Teibhausgasemissionen auf netto Null herunterzufahren. Die Staaten hätten gigantische Schuldenberge aufgetürmt, die nur mit mehr Wachstum abgebaut werden könnten. Dieses müsse gerecht und klimafreundlich sein, so Hildebrand im Gespräch mit der «NZZ am Sonntag». Der Bundesrat hatte die Kandidatur von Hildebrand lanciert und «steht auch während des weiteren Selektionsverfahrens voll und ganz hinter ihm», wie es in der Mitteilung heisst.