Staatssekretariat für Wirtschaft bestätigt Konjunkturverlangsamung

In seiner Quartalseinschätzung bestätigte das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) eine Konjunkturverlangsamung im 4. Quartal 2019. Demnach wuchs das Bruttoinlandprodukt nur noch um 0,3 Prozent.

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Die Umsätze in der Maschinen- und Metallbranche gingen erneut zurück. (Symbolbild)

Die Umsätze in der Maschinen- und Metallbranche gingen erneut zurück. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Im Vorquartal wuchs das Bruttoinlandprodukt (BIP) um 0,4 Prozent, also 0,1 Prozentpunkte mehr. Das SECO teilte weiter mit, dass sich die exportorientierte Industrie abschwächte, während die Binnenwirtschaft das Wachstum stützte. 

Für das Gesamtjahr 2019 resultiert ein BIP-Wachstum von 0,9 Prozent (2018: 2,8%). Bereinigt um Sportevents belaufe sich das Wachstum auf 1,4 Prozent gegenüber 2,3 Prozent im Jahr 2018. Damit sei die Schweizer Wirtschaft ähnlich verhalten wie in den Jahren 2015 und 2016 gewachsen, so das SECO. 

Umsätze in der Metallbranche gingen zurück

Nach vier Quartalen mit einem überdurchschnittlichen Wachstum stagnierte die Wertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe. Das ungünstige internationale Umfeld laste weiterhin auf den Industriebranchen. So gingen die Umsätze der Maschinen- und Metallbranche gemäss dem Bericht erneut zurück.

Die Chemie-Pharma stützte das gesamtwirtschaftliche Wachstum, konnte aber nicht ganz an die dynamische Entwicklung der Vorquartale anknüpfen. Die Warenexporte ohne Wertsachen gingen leicht zurück (−0,5%), hingegen sanken die Warenimporte ohne Wertsachen deutlich (−2,7%). Wie im Vorjahr erwies sich das verarbeitende Gewerbe als die stärkste Wachstumsstütze.