Straumann setzt Rotstift an und baut wegen Coronakrise weltweit 660 Stellen ab

Wegen der Coronakrise sind dem Dentalimplantat-Hersteller Straumann die Umsätze weggebrochen. Nun will der Konzern die Kosten bis 2021 um 45 Millionen Franken senken und baut jede zwölfte Stelle ab.

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Der Hersteller von Zahnimplantaten hat am Donnerstag einen massiven Stellenabbau angekündigt.

Der Hersteller von Zahnimplantaten hat am Donnerstag einen massiven Stellenabbau angekündigt.

Keystone

(rwa) Nachdem der Basler Konzern bereits für das erste Quartal sinkende Umsatzzahlen vermeldet hat, setzt er nun den Rotstift an. Er baut weltweit 660 Stellen ab. Am Hauptsitz in Basel, wo Straumann 595 Personen beschäftigt, sind 60 Stellen bedroht. Die Abbaupläne gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt.

In nahezu allen Schlüsselmärkten seien das Konsumentenverhalten und die verfügbaren Einkommen deutlich gesunken, begründet Straumann den Schritt in einer Mitteilung. Es sei damit zu rechnen, dass der Umsatz über einen längeren Zeitraum hinweg niedriger bleibe. Laut Straumann wird die Situation dadurch verschärft, dass der Konzern in den letzten drei Jahren seinen Personalbestand auf 7680 Mitarbeitende verdoppelt hat.

Für das laufende Jahr rechnet Straumann mit Kosteneinsparungen von 15 Millionen Franken. 2021 werden durch den Stellenabbau weitere 30 Millionen Franken eingespart.