Sulzer steigt mit robustem Wachstum ins Jahr – und bekommt Coronavirus zu spüren

Der Schweizer Industriekonzern Sulzer meldet für das erste Quartal des neuen Jahres mehr Bestellungen. Wegen dem Coronavirus vorübergehend geschlossene Fabriken in China drücken dagegen aufs Geschäft.

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Treffen mit dem CEO der Sulzer, Gregoire Poux-Guillaume im Sulzer Hochhaus am 26. Oktober 2018.

Treffen mit dem CEO der Sulzer, Gregoire Poux-Guillaume im Sulzer Hochhaus am 26. Oktober 2018.

Claudio Thoma

(sat) So meldet Sulzer am Dienstag ein organisches Umsatzwachstum von -4,3 Prozent. Die Bestellungen sind im selben Zeitraum um 3,2 Prozent auf 994 Millionen Franken gestiegen. Diese lägen damit «deutlich über unserer Prognose von 2-4 Prozent», wird CEO Greg Poux-Guillaume in der Mitteilung zitiert. Und das «trotz der Auswirkungen der weltweiten Covid-19-Pandemie». Der Sulzer-Chef führt dies auf das Pumpengeschäft und die Aftermarkt-Aktivitäten zurück, die sich als widerstandsfähig erweisen würden und knapp die Hälfte ausmachten.

Ausblickend erklärt Greg Poux-Guillaume: «Wir gehen davon aus, dass das nächste Quartal anspruchsvoller wird, da die Auswirkungen der Lockdowns voll zum Tragen kommen werden.» Das wenig zyklische Geschäft, das zwei Drittel von Sulzer ausmache, wirke dem einerseits entgegen. Andererseits setzt der CEO auf Kostensenkungsmassnahmen, die bereits eingeleitet worden seien. Laut Mitteilung sind davon im laufenden Jahr Investitionen und 60 Millionen betroffen. Dieselbe Summe solle 2020 zudem aufwandseitig eingespart werden.