Swisscom mit weniger Umsatz, dafür mehr Gewinn – Eigenes Netz gefragter denn je

Die Swisscom präsentiert ein solides Quartalsergebnis. Der Telekomriese hat weniger Umsatz, dafür mehr Gewinn erzielt. Auch weil der Konzern an der Kostenschraube drehte.

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Konzernchef Urs Schaeppi zeigte sich zufrieden mi dem Quartalsergebnis. Swisscom weise ein den Umständen entsprechend solides Ergebnis auf.

Konzernchef Urs Schaeppi zeigte sich zufrieden mi dem Quartalsergebnis. Swisscom weise ein den Umständen entsprechend solides Ergebnis auf.

Keystone

(rwa) Der grösste Schweizer Telekomanbieter hat in den ersten drei Monaten des Jahres einen Konzernumsatz von 2,7 Milliarden Franken erwirtschaftet. Das ist 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr, jedoch im Rahmen der Erwartungen, die das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Im Schweizer Kerngeschäft sank der Umsatz ebenfalls um 4,4 Prozent auf 2,1 Milliarden Franken.

Trotz den Umsatzeinbussen stieg der Reingewinn um 2,9 Prozent auf 394 Millionen Franken. Die Zunahme ist laut Swisscom auf Sondereffekte im Ertragssteueraufwand zurückzuführen. Ein weiterer Grund dürften Sparmassnahmen gewesen sein. So baute die Swisscom seit letztem April 678 Stellen in der Schweiz ab.

Der Telekomanbieter zeigt sich mit dem Quartalsergebnis zufrieden. «Das Marktumfeld ist anspruchsvoll. Und doch weist Swisscom ein den Umständen entsprechend solides Ergebnis auf», wird Konzernchef Urs Schaeppi in der Mitteilung zitiert. Gerade in der Coronakrise werde deutlich, dass das Swisscomnetz das Fundament des Konzernerfolges sei. Verglichen mit dem Vormonat seien im März 70 Prozent mehr Anrufe im Mobilnetz verzeichnet worden.

Für das laufende Jahr hält die Swisscom am finanziellen Ausblick fest. Sie erwartet einen Nettoumsatz von 11,1 Milliarden Franken und ein konsolidiertes Betriebsergebnis vor Abschreibungen von 4,3 Milliarden Franken. Für das Geschäftsjahr 2020 beabsichtigt das Unternehmen, der Generalversammlung eine Dividende von 22 Franken pro Aktie vorzuschlagen.