Swissmechanic: Trotz Entlassungen und Nachfrageeinbruch sind KMU zuversichtlich

Die Lage der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) hat sich in der Coronakrise dramatisch verschlechtert, jedes sechste Unternehmen musste Leute entlassen. Dennoch gibt sich die Branche auf lange Sicht zuversichtlich.

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Die MEM-Branche hat mit einem Nachfrageeinbruch und Unterbrüchen in den Lieferketten zu kämpfen. (Symbolbild)

Die MEM-Branche hat mit einem Nachfrageeinbruch und Unterbrüchen in den Lieferketten zu kämpfen. (Symbolbild)



Alex Spichale

(agl) Die KMU seien krisenerfahren, schreibt der Branchenverband Swissmechanic am Donnerstag in einer Mitteilung. Laut einer Umfrage unter 400 Verbandsmitgliedern haben die Betriebe rasch reagiert. «67 Prozent haben Kurzarbeit beantragt und 34 Prozent einen Überbrückungskredit.»

Gleichzeitig hätten die Betriebe Massnahmen zum senken der Kosten getroffen, bei 16 Prozent der Firmen habe es Entlassungen gegeben. 72 Prozent der Befragten hätten zudem einen Einstellungsstopp verfügt, 68 Prozent einen Investitionsstopp vorgenommen.

Die Branche habe mit Ausfällen in den Lieferketten, Nachfrageeinbrüchen und ausfallenden Mitarbeitern zu kämpfen, heisst es in der Mitteilung weiter. 82 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass die Aufträge weiter einbrechen werden.

Die Umfrage zeigt jedoch auch, dass ein Grossteil der Unternehmen 2021 und 2022 mit starken Aufholeffekten rechnet. «Nur 6 Prozent sehen bei sich ein ernsthaft erhöhtes Konkursrisiko, was belegt, dass die Unternehmen über den gegenwärtigen Sturm hinausblicken», schreibt Swissmechanic.