Tag der Schul- und Ladenöffnungen: Mehr Verkehr und mehr Polizisten auf den Strassen

Verschiedene Kantone haben ihre Präsenz im Hinblick auf die Wiedereröffnung der Schulen erhöht. In mindestens zwei Kanton waren mehr Eltern unterwegs, die ihre Kinder mit Autos in die Schule brachten.

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Elterntaxis führen zu mehr Verkehr. Das gefährdet Schulkinder zusätzlich.

Elterntaxis führen zu mehr Verkehr. Das gefährdet Schulkinder zusätzlich.

Keystone

(gb.) Gemäss dem Verkehrsdienst Viasuisse waren am Montag Vormittag vor allem im Raum Zürich mehr Personen mit dem Auto unterwegs als vor Ende des wirtschaftlichen Stillstands. In der Region Basel habe sich der Verkehr auf der A3 Richtung Basel ab Rheinfelden-Ost und in der Region Bern zwischen Kirchberg und Schönbühl gestaut.

Das gesteigerte Verkehrsaufkommen wurde von Polizeikorps verschiedener Kantone erwartet. In Zürich und Luzern etwa war man deswegen auch mit mehr Polizisten auf der Strasse präsent, insbesondere in der Nähe von Schulhäusern. Wie die Kantonspolizei Zürich in einer Mitteilung schreibt, waren über 150 Polizistinnen und Polizisten unterwegs, um die Schülerinnen und Schüler sowie auch die übrigen Verkehrsteilnehmer zu instruieren. Bei den Kontrollen rund um die Schulhäuser seien zudem überdurchschnittlich viele Eltern gesichtet worden, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fuhren.

Elterntaxis sind eher schädlich als nützlich

Auch im Kanton Luzern war dies der Fall, wie es auf Anfrage von CH Media heisst. «Die Luzerner Polizei war heute wie angekündigt verstärkt präsent und hat die Verkehrssituation überwacht. Dabei haben wir festgestellt, dass vermehrt Elterntaxis unterwegs waren, insbesondere in den Agglomerationsgemeinden und auf dem Land», sagt Erwin Gräni, Chef Prävention der Luzerner Polizei. «Die Zunahme ist aber auch damit zu erklären, dass Schulbusse neu Platzrestriktionen haben und die Eltern die Kinder deshalb selber in die Schule fahren mussten».

Sowohl die Luzerner Polizei als auch die Zürcher Kantonspolizei raten davon, Kinder mit dem Auto in die Schule zu bringen. «Mehr Verkehr um die Schulhäuser bringt eine zusätzliche Gefährdung für die Kinder», sagt Gräni. Und: «Man behält den Kindern auch etwas vor, wenn sie den Schulweg nicht zu Fuss gehen können.»