Telekom
Die Swisscom nimmt im ersten Quartal 2,8 Milliarden Franken ein

CEO Urs Schaeppi kann für die Swisscom gute Zahlen präsentieren. Dank Sondereffekten hat das Telekommunikations-Unternehmen in den ersten drei Monaten 630 Millionen Franken Gewinn gemacht.

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Der Schweizer Markt sei weiterhin gesättigt, schreibt die Swisscom.

Der Schweizer Markt sei weiterhin gesättigt, schreibt die Swisscom.

Keystone

(mg) Die Swisscom wächst weiter: Im ersten Quartal hat das Telekommunikations-Unternehmen 2,8 Milliarden Franken eingenommen. Das sind 2,4 Prozent mehr als noch im Vorjahresquartal, wie die Swisscom am Donnerstag schreibt. Das grösste Wachstum machte die Swisscom beim Fastweb in Italien. Im «gesättigten Schweizer Kerngeschäft» betrug das Wachstum 0,7 Prozent. Am Schluss resultierte ein Reingewinn von 630 Millionen Franken. Dieser liege dank Sondereffekten im Finanzergebnis deutlich über dem Vorjahreswert.

«Swisscom hat eine gute Leistung gezeigt und weist für das erste Quartal 2021 ein starkes Betriebsergebnis aus», lässt sich CEO Urs Schaeppi in der Mitteilung zitieren. Was ihm Sorgen mache, sei die Tatsache, dass der Mobilfunkausbau vielerorts blockiert sei, gleichzeitig die Datenvolumen aber ständig steigen würden.

Probleme mit dem Netz

Das vergangene Jahr schloss Swisscom mit einem Reingewinn von 1,5 Milliarden Franken ab. Das waren 8,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Grund dafür war eine Steuergutschrift, von der die Swisscom im Jahr 2019 profitierte. Der Nettoumsatz sank auf 11,1 Milliarden. Der Konzern hatte angekündigt, 2021 die Kosten um weitere 100 Millionen Franken zu senken – unter anderem über effizientere Systeme und tiefere Personalkosten.

Swisscom geht Partnerschaft mit Salt ein

Die beiden Telekommunikations-Unternehmen Salt und Swisscom haben am Donnerstag bekanntgegeben, dass sie eine Glasfaser-Partnerschaft eingehen. Dank dieser «werden Investitionen gebündelt, bestehende Netzkapazitäten optimal genutzt und die Angebotsvielfalt weiter erhöht», schreibt die Swisscom. «Salt wird damit schrittweise zu einem nationalen Komplettanbieter und kann die Reichweite in den kommenden Jahren deutlich erhöhen», schreibt Salt in einer Mitteilung. Durch die Kooperation kann Salt die Glasfaser-Netze der Swisscom mitnutzen. Über die finanziellen Details der Zusammenarbeit wurde Stillschweigen vereinbart.

Auch kämpfte das Unternehmen im vergangenen Jahr mit mehreren landesweiten Störungen im Netz. Teilweise waren Notrufnummern nicht mehr erreichbar. Schliesslich musste Konzernchef Urs Schaeppi beim Parlament und Bundesrätin Simonetta Sommaruga antraben.