Telekommunikation
Sunrise UPC meldet Kundenzuwachs und solide Zahlen für das vergangene Jahr

Das eben fusionierte Telekomunikationsunternehmen Sunrise UPC sieht sich auf Kurs. Im vergangenen Jahr hätten beide Unternehmen «solide operative und kommerzielle Resultate» erzielt.

Samuel Thomi
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André Krause, CEO des Telekommunikationsanbieters Sunrise UPC, ist zufrieden mit dem Fusionsprozess.

André Krause, CEO des Telekommunikationsanbieters Sunrise UPC, ist zufrieden mit dem Fusionsprozess.

Keystone

In einer Mitteilung vom Dienstag streicht Sunrise UPC den positiven Trend beim Kundenwachstum im letzten Quartal des vergangenen Jahres hervor. Konkret hätten Sunrise und UPC total 66’700 Mobilfunk- und 29’000 Festnetz-Abonnements hinzugewonnen. Zudem sieht das fusionierte Unternehmen den Integrationsprozess auf Kurs. Der Zusammenschluss der früheren Konkurrenten Sunrise und UPC verlaufe plangemäss, heisst es in der Mitteilung weiter.

Laut André Krause, CEO von Sunrise UPC, ist der Gewinn von Sunrise vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 2020 um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Das entspräche gut 380 Millionen Franken. Eine konkrete Zahl nennt das fusionierte Unternehmen in seiner Mitteilung jedoch nicht. Es schreibt einzig, dass Sunrise damit «die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 genau erreicht» habe. Laut Krause verzeichnete UPC wiederum die besten Nettozuwachsraten im Breitbandbereich seit 2017 und den bisher stärksten Nettozuwachs überhaupt im Mobilfunk-Postpaid-Bereich.

Mutterkonzern warnt vor hohen Fusionskosten

Im vergangenen November sind die vormaligen Schweizer Konkurrenten Sunrise und UPC formal fusioniert worden. Dies nach einer vor Jahresfrist angekündigten Übernahme von Sunrise durch den international tätigen Medienkonzern Liberty Global. Im Januar wurde für die fusionierte Firma ein Stellenabbau angekündigt. Dabei soll ein Drittel der gesamthaft 3200 Mitarbeitenden gestrichen werden. Derzeit läuft dazu eine Konsultation.

Liberty Global meldete bereits am Montag eine Steigerung des Umsatz im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent auf knapp 12 Milliarden US-Dollar. Im gleichen Zeitraum stieg der Gewinn des britischen Konzerns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 3,9 Prozent auf knapp 5 Milliarden Dollar. CEO Mike Fries sprach dabei von einem Jahr des Umbruchs. Dies nach «hochwirksamen» Zukäufen in den Kernmärkten Schweiz und Grossbritannien. Gleichzeitig warnt er jedoch vor «erheblichen Kosten», die auf den Konzern zukämen, um die erwarteten Synergien zu realisieren.