Tourismus
Erstmals in Geschichte: Jungfraubahnen schreiben rote Zahlen

Die Pandemie hat die Jungfraubahnen letztes Jahr hart getroffen. Das Unternehmen erlitt einen Verlust von 9,7 Millionen Franken. Der Verwaltungsrat verzichtet deshalb auf eine Dividende.

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Zu schaffen machten den Jungfraubahnen vor allem das Wegbleiben asiatischer Touristen.

Zu schaffen machten den Jungfraubahnen vor allem das Wegbleiben asiatischer Touristen.

Keystone

(rwa) Es ist das erste Mal, dass die Jungfraubahn-Gruppe einen Verlust einfährt. Bislang ging es nur nach oben. Noch 2019 hatte ein Rekordgewinn von 53,3 Millionen Franken resultiert. Im Coronjahr 2020 machte das Unternehmen nun einen Verlust von 9,7 Millionen Franken, wie es am Donnerstag bekanntgab.

Nach Ausbruch der Pandemie sei das grösste Gästesegment aus Asien komplett weggebrochen. Das Jungfraujoch wurde von 362'800 Gästen besucht. Das ist ein Rückgang von fast zwei Drittel. Am geringsten waren die Folgen für den Wintersport. In diesem Bereich resultierte beim Ertrag ein Minus von 5,2 Prozent.

Gut aufgestellt für Zukunft

Corona wird die Jungfraubahnen noch weiter beschäftigen. Die Folgen der Krise seien ausgeprägter und länger anhaltend als bisher angenommen und liessen sich weiterhin schwer abschätzen, betont das Unternehmen in der Mitteilung. «Es muss davon ausgegangen werden, dass das Ergebnis 2021 nochmals stark durch die Corona-Krise beeinflusst sein wird.»

Trotzdem sieht sich das Unternehmen solide aufgestellt. Mit einem Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda von 22,3 Millionen Franken sei die betriebliche Liquidität sichergestellt, heisst es in der Mitteilung weiter. Geholfen hat auch, dass die Jungfraubahn-Gruppe früh Sparmassnahmen eingeleitet hat. Dank der Kurzarbeit sei der Betriebsaufwand um 14,1 Prozent auf 103,4 Millionen Franken reduziert worden.