Transport
«Cargo sous terrain» kann fünf neue Investoren an Land ziehen

Das Tunnelprojekt Cargo sous terrain erhält zusätzlichen Schub durch fünf neue Hauptinvestoren aus dem In- und Ausland. Mit der Migros-Pensionskasse steigt die erste Pensionskasse ins Projekt ein.

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Visualisierung der Fahrzeuge von «Cargo sous terrain». Das System soll sich ein Netz von 500 Kilometer umfassen.

Visualisierung der Fahrzeuge von «Cargo sous terrain». Das System soll sich ein Netz von 500 Kilometer umfassen.

CST

(dpo) Zum Aktionariat von «Cargo sous terrain» (CST) zählen neu die Migros-Pensionskasse, die Genossenschaft Migros Aare, Siemens Schweiz AG, die Erne AG Bauunternehmung und der belgische Drahthersteller Bekaert. Damit erweitert die CST AG ihr Aktionariat finanziell und «gewinnt wertvollen Know-How» dazu, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Darüber hinaus hätten die Aktionäre an der Generalversammlung 2021 einer Kapitalerhöhung zugestimmt. Wie hoch diese ausfällt, ist aus der Mitteilung nicht zu entnehmen.

Das Projekt Cargo sous terrain will, dass ein Teil der Güter hierzulande künftig unter der Erde transportiert wird. Es sieht einen unterirdischen dreispurigen Tunnel zwischen wichtigen Logistikzentren im Mittelland und in der Nordwestschweiz vor, der rund um die Uhr in Betrieb ist. Darin sollen Güter mit rund 30 Kilometern pro Stunde transportiert und an Zugangsstellen vollautomatisch mit Liften ins System eingespeist oder entnommen werden.

Der Vollausbau soll ein Netz von 500 Kilometer umfassen und bis etwa 2045 abgeschlossen sein. Die Kosten werden auf 30 bis 35 Milliarden Franken geschätzt. Der Bund wird sich nicht an der Finanzierung beteiligen. Die Aktiengesellschaft hinter dem Projekt wird hauptsächlich von Unternehmen aus der Transport-, Bau- und Logistik-Branche getragen. Erst unlängst hat ständerätliche Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) das Bundesgesetz zum unterirdischen Gütertransport unterstützt. Dieses schafft den Rahmen für «Cargo Sous Terrain».