Trotz Corona: Angehende Berufsleute können ihre Lehre abschliessen wie geplant

Die Lehrbetriebe sollen die praktischen Kenntnisse wenn nötig selbst beurteilen, in den Berufsschulfächern gelten die Erfahrungsnoten, so der Kompromiss von Bund, Kantonen und Sozialpartnern.

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Angehende Berufsleute erhalten ihr Fähigkeitszeugnis trotz Krise.

Angehende Berufsleute erhalten ihr Fähigkeitszeugnis trotz Krise.

Keystone

(wap) 75'000 angehende Berufsleute sollten diesen Sommer ihre Lehrabschlussprüfung machen. Weil dies mitten in der Coronaepidemie nicht wie bisher möglich ist, hat sich Bundesrat Guy Parmelin mit Vertretern der Kantone und der Sozialpartner zusammengesetzt. Am Donnerstag gab der Bund das Ergebnis des «Gipfeltreffens» bekannt.

Geprüft wird das praktische Können nun im Betrieb, es sei denn, die jeweilige Branchenorganisation kann aufzeigen, wie die Prüfung unter Einhaltung der Schutzmassnahmen möglich wäre. Der abschliessende Entscheid liegt jeweils beim Bund.

In Berufskenntnissen und Allgemeinbildung wird ganz auf die Abschlussprüfung verzichtet. Die Abschlussnote wird aus der Bewertung der Vertiefungsarbeit und den Erfahrungsnoten berechnet.

Der Vorschlag wird nun dem Bundesrat unterbreitet. In einem weiteren Schritt wollen sich die Vertreter von Bund, Kantonen und Sozialpartnern auf das Vorgehen bei den Berufsmaturitäten einigen.