Trotz Päckliflut schreibt die Post weniger Gewinn, sieht aber eine «gewisse Erholung»

Die Schweizerische Post kommt wohl mit weniger Einbussen durch das Krisenjahr, als noch zur Jahreshälfte befürchtet. Derzeit spüre man eine leichte Stabilisierung.

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Der Paketversand läuft weiter auf Hochtouren, andere Geschäftsbereiche der Post dagegen etwas weniger.

Der Paketversand läuft weiter auf Hochtouren, andere Geschäftsbereiche der Post dagegen etwas weniger.

Chris Iseli

(mg) In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres hat die Schweizerische Post einen Konzerngewinn von 136 Millionen Franken erwirtschaftet. Das sind 127 Millionen Franken weniger als in der Vorjahresperiode, somit hat sich der Gewinn beinahe halbiert. Die Briefmengen seien ebenso zurückgegangen wie Zahlungen am Schalter und die Zinserträge der Postfinance, schreibt die Post in einer Mitteilung vom Donnerstag. All diese Trends hätten sich schon vor Corona abgezeichnet, teilweise wurden sie aber durch die Pandemie verstärkt.

«Das definitive Jahresergebnis hängt vom weiteren Verlauf der Pandemie und vom für unser Geschäft sehr wichtigen Festverkehr ab», sagt Alex Glanzmann, Leiter Finanzen bei der Post, laut der Mitteilung. Bereits jetzt spüre der Konzern «eine leichte Stabilisierung». Das sehe man bei den Briefmengen und der Anzahl an Werbesendungen. Trotzdem: Immer noch rechnet die Post für Ende Jahr mit einem «negativen Ergebniseffekt im dreistelligen Millionenbereich». Das sei aber besser als noch zur Jahreshälfte befürchtet. Alleine die Beschaffung von Schutzmaterial wie Desinfektionsmittel, Plexiglasscheiben sowie Hygienemasken sowie die Anstellung von Temporärmitarbeitenden drückt mit 21 Millionen Franken auf die Bilanz.

Diese negativen Effekte könnten nicht durch die wachsende Anzahl an Paketen kompensiert werden. «Die beförderte Paketmenge nahm bis Ende September 2020 im Vergleich zu 2019 um insgesamt 21,5 Prozent zu», heisst es in der Mitteilung. In diesem Bereich seien aber der Preisdruck und die Investitionen in der Paketlogistik hoch.