Umbau
Konzernleitung von Conzzeta tritt zurück – Unternehmen soll künftig Bystronic heissen

Conzzeta treibt seinen geplanten Umbau weiter voran und kündigt den Rücktritt seiner Konzernleitung an. Zudem soll der Mischkonzern in Bystronic umgetauft werden. Derweil sank der Umsatz im Coronajahr.

Dario Pollice
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Will in Zukunft ganz auf das Geschäft mit Maschinen für die Blechbearbeitung setzen: Conzzeta.

Will in Zukunft ganz auf das Geschäft mit Maschinen für die Blechbearbeitung setzen: Conzzeta.

Keystone

Der Industriekonzern Conzzeta treibt seit 2019 seinen Umbau voran. In Zukunft will er sich ganz auf das Geschäft mit Maschinen für die Blechbearbeitung (Bystronic) konzentrieren. Damit erübrige sich die bisherige Struktur der Konzernführung mit unterschiedlichen Geschäftstätigkeiten. Als Folge wird die Konzernleitung von Conzzeta auf die Generalversammlung vom 21. April zurücktreten, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst.

Gleichzeitig will der Verwaltungsrat (VR) an der Generalversammlung die Umfirmierung der Conzzeta AG in Bystronic AG beantragen. VR-Präsident Ernst Bärtschi bedankte sich in der Mitteilung bei der zurücktretenden Konzernleitung für ihr «prägendes Wirken, ganz speziell auch während der anforderungsreichen Konzerntransformation mit der erfolgreichen Devestition mehrerer Geschäftsbereiche».

Corona und Devestitionen belasten Jahresergebnis

Weiter gab Conzzeta am Dienstag seine Zahlen zum Jahresabschluss 2020 bekannt. Das Geschäftsjahr sei sowohl von Auswirkungen der Coronapandemie wie auch von den Devestitionen von zwei Geschäftsbereichen geprägt gewesen, betont Conzzeta.

Im Coronajahr erlitt der Mischkonzern einen Umsatzrückgang um rund 290 Millionen Franken (-18,4 Prozent) gegenüber 2019. Der Betriebsgewinn (Ebit) brach gar ein, nämlich um mehr als die Hälfte auf 79,7 Millionen Franken. Das Konzernergebnis belief sich auf 66,9 Millionen, was einem Rückgang um 51,1 Prozent entspreche.

Trotz dieser Resultate beantragt der Verwaltungsrat die Ausschüttung einer Dividende von 60 Franken für die Namenaktie A und 12 Franken für die Namenaktie B.

Verkauf von Mammut Mitte 2021 geplant

Laut eigenen Angaben stehe der Abschluss der strategischen Transformation in Reichweite. Alle Geschäftsbereiche von Conzzeta seien mit positivem Momentum ins Jahr 2021 gestartet, jedoch bleibe das Geschäftsumfeld aufgrund der Pandemie weiterhin anspruchsvoll.

Im Zuge der Umstrukturierung erwarte der Konzern weiterhin den Abschluss der Transaktion des Schaumstoffgeschäfts (FoamPartner) an die belgische Recticel bis zum Ende des ersten Quartals 2021. Zudem soll der Verkauf des Outdoorgeschäfts (Mammut) Mitte Jahr erfolgen.